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Posts

Recovery

Es ratterte in meinem Kopf. Ich schrieb ununterbrochen Texte, in mein Gedächtnis. Holte mir Rat aus der Vergangenheit. Ich kämpfte mit mir, meinen Tränen und den Dämonen, die plötzlich wieder um die Ecke kamen. Die ich doch so gut verdrängt hatte. Ich habe seit gut drei Wochen keinen Buchstaben mehr auf ein Papier gekritzelt. Seit einer Begegnung, die mich wieder einmal aus der Bahn geworfen hat. Der Stress und dann meine Gesundheit holten mich ein, zwangen mich plötzlich still zu bleiben. Ich gehorchte. Den Kampf gegen ihn, gegen mich, hätte ich gerne mit anderen Personen gemeinsam geführt. Aber ich war alleine. Keiner hatte den Kopf, die Zeit. Mittlerweile ist Ruhe eingekehrt. Irgendwie Frieden. Und vielleicht auch etwas Glück, Selbstvertrauen. Es ist gut so wie es ist, wie alles gelaufen ist.  Es kommt mir so vor, als wäre er seit der ersten Begegnung nicht von meiner Seite gewichen. Als hätte ich ihn seitdem nicht losgelassen. Verdrängt, weg geschoben, aber nicht zie...

My heart gonna boomboomboom.

Es fällt mir leicht über die Gefühle zu schreiben. Mit der Zeit habe ich es mir angewöhnt, es gab immer viel zu erzählen. Aus erstes meinem späteren Ich, dann irgendwann Freunden, mittlerweile der Welt. Es hat angefangen mit einem Jungen, er war die Inspiration, der Inhalt der Texte. Er ist irgendwann von der Bildfläche verschwunden, still und leise. Manchmal hat er sich noch in den ein oder anderen Texten versteckt, nie aber wirklich deutlich heraus gehoben. "Zwischen uns wird immer diese Geschichte sein und sie bleibt für immer unvollendet." Alles fing 2010 an. An diesem Ort. Heute, sechs Jahre später sehe ich ihn wieder. An diesem Ort, mit den selben Umständen. Ein klein wenig in die Vergangenheit geworfen, mit den Worten versuch zu schwimmen . Natürlich war es unerwartet. Ich stehe da. Es ist morgens, ich bin müde, spät dran, nicht bereit für meine Verpflichtungen. Und dann sehe ich ihn, ich muss mehrmals hinsehen um es wirklich zu glauben. Nach einem Jahr ta...

Is this me and you?

|Erinnerungen in Buchstaben| Es war ein Mädchen. Es trug meinen Namen. Es hatte mein Lächeln. Und auch mein Spiegelbild. Es dachte wie ich und es liebte wie ich. Sie hatte blaue Augen, blonde Haare und sie war glücklich. Wegen ihm. Er war ein normaler Junge. Er trug seinen Namen. Er hatte seine wunderschönen Augen. Und sein Spiegelbild. Er war unscheinbar und doch nicht zu übersehen. Er stand mit beiden Beinen im Leben. Und dachte an sie. Alle warteten auf diesen einen Moment. Alle wussten das es irgendwann passieren würde. Alle schauten zu. Und alle waren sie die gleichen wie jetzt. Alle wussten alles besser. Nur das Spiegelbild des Mädchen und des Jungen wussten es nicht. Sie wussten, dass jemand auf sie warten würde. Doch wer? Das wussten sie nicht. Waren sie für einander bestimmt. Sie war sich sicher das es das Schicksaal nicht gibt. Es war ja nur ein romantischer Unfug. Etwas was die zwei nicht zu interessieren brauchte. Nur diese Gefühle die ...

Let's be honest

Es war mein Vorsatz. Meine einzige Bedingung für dieses Jahr. Ehrlichkeit mit mir. Mit meinen Freunden, ihnen zu sagen was ich über all das denke, was täglich passiert. Ich hätte nicht gedacht, dass ich gleich zum Wechsel, auf die Probe gestellt werde. Es sind zwei Tage vergangen und an beiden musste, nein wollte ich handeln, wie ich es mir vorgenommen habe. Es kracht um mich herum. Zu laut. Zu heiß. Zu viele Gedanken. Zu kalt. Zu viele Menschen. Es verwirrt mich seine Stimme nach der Zeit zu hören, ich war nicht vorbereitet. Wir setzten uns. Wir bestellen die Drinks. Wir lachen, sind albern und trotzdem hat unser Gespräch etwas ernstes. Wir merken, dass wir langsam Verantwortung übernehmen, dass wir älter geworden sind. Wir stochern in der Vergangenheit. Lassen unbewusst unser letztes Jahr an uns vorbei ziehen. Und dann sagt sie etwas, auf das ich unterbewusst schon länger gewartet habe. Ich muss grinsen, denn irgendwie merkt man plötzlich wieder, dass sich die Stimmung am Tisch ...

Everglow - Feenstaub

Packfieber. Das alljährliche Silversterfliehen beginnt, also schnell alles zusammen sammeln was mit wärme- und kuschellaune zutun hat. Die kleinen Glücksschweine sind gekauft, stehen im Weg. Und dann werden alle Urlaubsutensilien rausgesucht, für ihren Einsatz feinsäuberlich aufgereiht. Mir fallen kleine runde Spielplättchen in die Hand, Erinnerungsstützen an eine Zeit, mit der ich soviel verbinde. Nicht aufhören kann daran zu denken. Es kommen bald viele Entscheidungen auf mich zu, ich würde lieber einen anderen Weg gehen, es scheint mir unmöglich ein Kreuz an der richtigen Stelle zusetzten. Ich hoffe auf den versprochenen Feenstaub, der  mich an den richtigen Ort trägt. Vielleicht ist es naiv, aber an Wunder zu glauben ist nicht verboten. Wir hoffen es doch alle insgeheim. Endlich mal an eine Stelle in unserem Leben getragen zu werden ohne viel Murks.  "Liebeskummer ist, als wenn man eine Rippe gebrochen hätte. Niemand bemerkt es, aber es tut höllisch weh, wenn man ...

Lasst uns die Wunderkerzen schwingen.

Es ist Zeit. Die Nägel sind noch rot lackiert, der Weihnachtsbaum strahlt noch immer mit der Tischdeko um die Wette. Die Geschenke liegen ausgepackt unter dem Baum, werden täglich begutachtet, langsam in Gebrauch genommen, geliebt, in den Alltag eingeführt. Doch es ist Zeit den Kopf nach hinten zu drehen, den gegangen Weg hinter sich zu lassen, das hier und jetzt langsam aber sicher als Vergangenheit zu bezeichnen. Zu reflektieren, realisieren oder endlich abzuschließen. Es waren 365 Tage, eine lange Zeit, natürlich muss man sich auf die nächste Zeit freuen, aber in Wirklichkeit muss man erstmal mit den letzten gemalten Spuren fertig werden um sich auf etwas neues einzustellen. Meistens bleibt das in dem ganzen Trubel vor und nach Weihnachten bei mir zu kurz, wird vergessen. Doch ich versuche mich dazu zu zwingen, denn es bringt nichts. Ein neues Jahr zu beginnen ohne mit sich im reinen zu sein, macht für mich keinen Sinn. Also mach ich erst einmal mein Glas auf, mit all den kle...

Und vielleicht feiern wir ja auch noch den Weihnachtsabend zusammen.

Ich tapse leise am Bett vorbei, sehe mit einem Grinsen auf das verknautschten Kopfkissen, die zerzauste Bettdecke. Ich ziehe mir schnell meinen Weihnachtpulli über, mit einem Eisbären vorne drauf, der Schneeflocken fängt. Ziehe meine Socken an, Weihnachtsocken -natürlich- am linken Fuß sind sie rot-weiß gestreift, rechts ist ein glücklicher Elch zu erkennen.Kuschel Socken zur Kuschel Stimmung. Ich bringe ihm einen Kaffee mit, mir eine Schokolade. Er wacht langsam auf, verwuschelte Haare, verschwommener Blick, seine Hand sucht nach meiner, findet sie, hält sie. "Fröhliche Weihnachten," ich halte ihm die Tasse unter die Nase, er schnuppert, sein Blick wird wacher, freundlicher. Er setzt sich etwas auf, seine Haare kitzeln meine Nase, ich versuche seinen Duft zu speichern.Er stellt die Tasse ab und reibt sich den rechtlichen Schlaf aus dem Gesicht, küsst mich dann. Ich mag den Kaffeegeschmack nicht, aber bei ihm passt es. Gehört es dazu. Ich küsse ihn nochmal. Ich muss es gen...