Direkt zum Hauptbereich

Posts

Pressure

Ich habe Angst.  Angst davor, nicht richtig zu sein. Das falsche zu fühlen, das falsche zu denken, einen Geschmack zu haben, der nicht der Mehrheit entspricht. Zu oft beginne ich mich zu vergleichen. Habe bei so vielen Gesprächen schon Sätze verschwiegen, die ich hätte gerne sagen wollen. Habe mein Ich, mein Inneres verleugnet und aus mir jemand anderen gemacht. Ich bin noch nicht sehr alt. Ich kann nicht mit Lebenserfahrung glänzen, jedenfallslls nicht, wenn man diese in Jahren misst.  Trotzdem habe ich schon einiges erlebt, habe schon einige Erfahrungen gemacht, gute und schlechte. Manchmal habe ich das Gefühl, die schlechten überwiegen. Ich habe schon so viele Sprüche gehört, habe mich schon so oft versteckt, bin weggelaufen. Vor mir selbst, vor meiner Geschichte. Doch irgendwann habe ich angetangen, mich zu fragen, was ich denn schön fände, an all den Menschen, die ich toll finde. Warum drehe ich mich nach dem Mädchen um, das an mir in der Straße vor...

Sonnenstrahlen zählen.

Es ist nicht mal ein Jahr her.  Trotzdem habe ich meine eigenen Worte, meine eigenen Gedanken vergessen.  Habe das, was mich auf meine kleine Glückswolke katapultiert hat, mir eine neue Welt geöffnet hat, verdrängt. Habe es fallen gelassen, bin daran vorbei gerannt, habe es einfach vergessen wieder auf zu heben. Mich daran zu erinnern. " Wir sollten jemanden lieben und meiner Meinung ist es vollkommend egal wer das ist, egal welches Alter, welche Größe und welche Herkunft, welches Geschlecht, welcher Name. All diese Einschränkungen, die in den Köpfen der Menschen herum schwirren können wir doch nur für eine winzige Sekunde bei Seite legen. Dafür einfach mal das Herzklopfen spüren und das lächeln betrachten. Wir können uns in alles verlieben, in einen Moment, in einen Ort oder in unsere Freunde. Liebe hat nicht mit Geben zu tun, es ist nur für uns. Es gleicht uns aus, macht uns glücklich und ich denke auch sanfter. "  Mir ist klar, dass ich Worte meiner Lehre...

Pretend

Und dann habe ich irgendwann einfach angefangen meinem Herzen etwas vorzuspielen. Einfach weil ich den schmerz nicht mehr spüren wollte, das taubheitsgefühl mich gelähmt hat und ich keinen Atem mehr hatte um Luft zu holen und wieder von neuem anzufangen. Das positive steht mir, ich mag mein Lächeln und meinen Gang. Ich mag das Selbstbewusstsein, das ich habe, wenn er vor mir steht, ich den Kopf leicht in den Nacken lege und wieder mal überlege, wer er ist. Mittlerweile sind so viele Charakter und Gefühle in mir vereint, dass es keine Definition mehr für mich gibt. Keiner kann mehr sagen, was ich bin, mal das und einen Tag danach jemand anderes. So ist das eben, wenn man sich selbst sucht, jede Minute. Doch irgendwann lernt man damit umzugehen. Irgendwann bin ich stehengeblieben und habe meinem rennenden Ich nachgesehen. Habe all den Menschen nachgesehen, die ein Teil von mir haben, all denen ich hinterhergelaufen bin, obwohl ich gar nicht wusste warum eigentlich. Dann sitze ich ...

I was so much younger yesterday.

Wahrscheinlich dachte ich, ich könnte ewig weglaufen. Vor der Vergangenheit, vor der Zukunft, vor den Gedanken die mich aufgefressen hätten. Aber jetzt ist es wieder da, das ganze Jahr zieht an mir vorbei, als wäre es ein Tag gewesen. All die Tränen, all das Grinsen, all das Hüpfen, das neue ich, das eigentlich noch immer so aussieht, wie das Spiegelbild von vor ein paar Monaten. Das Herz schlägt immer noch im gleichen Takt und trotzdem, ist in mir so viel passiert. Ich habe so viel gelernt und erfahren. Über Freundschaft, über Leben, über Glück und über Liebe. Selbstliebe. Manchmal da würde ich gerne einfach auf eine Wiese treten, für ein paar Minuten an einen Ort, an dem man ruhig denken kann, ohne von all den anderen Gefühlen in mir angeschrien zu werden. Manchmal da würde ich mir wünschen, einfach denken zu können, ohne von Erinnerungen bestimmt zu werden, in welche Richtung meine Entscheidung driften sollte. Manchmal, da würde ich auch gerne einfach keine Entscheidungen treff...

Glück auf Papier

Der Adrenalinstoß zuckt durch meinen Körper und der Bass setzt meinen Herzschlag aus, für Sekunden, dann wird alles in mir nur noch von Musik bestimmt. Nur noch von dem atemberaubenden Glücksgefühl, dem Rausch der um mich und in mir herrscht. Alles ist eins, keine miesen Gefühle, das nichts erobert mich, die Blase des Umkippens und die leichte Übelkeit schwingt mit, die reißende Welle der Freiheit. Ich halte die drei Karten in meiner Hand. Habe mir drei Abende voller Spaß und Zufriedenheit erkauft. Einen Radierer für meine Gedanken, der mich drei volle Nächte an nichts anderes, als die Musik denken lässt. Jede Beziehung, jedes Gefühl der Angst, alles was mich innerlich fast auffrisst wird unscheinbar und erscheint erst viel weiter hinten im Morgengrauen. Das ist es wohl was wir leben nennen. Das Hüpfen und tanzen, nicht zu wissen wo unsere Grenzen liegen und kurz davor zu sein all die Kontrolle zu verlieren, die wir uns mühselig aufgebaut haben. Das ist also das lebensgefühl, au...

When we walk away

Ich wollte immer reisen, immer weit weg. Zwar nicht alleine, aber eben mit meinen Freunden, einfach weil ich mich kennenlernen wollte. Den Ort ergründen wollte, an dem ich mein ganzes Leben verbringen werde. Da waren immer all diese schönen Bilder, immer die Strände, Cafés und die Menschen, die mich in ihren Bann gezogen haben. Zu denen ich wollte. Ich dachte, wenn ich weg bin, dann bin ich glücklich. Zuhause konnten meine Mundwinkel nie einem Lächeln standhalten. Zu viele Geschichten und Momente lasteten auf mir, die in all den Straßen um mich herum wieder aufkeimten und mich erinnern ließen. Die winzigen Ballons über mir, was eigentlich nur schlicht meine Lichterkettenkugeln sind. Die CD die ich schon in und auswendig kenne. All die Kissen und Decken um mich, die nach niemand anderem als mir riechen. Zuhause, eingehüllt von alten Erinnerungen, umgeben von all den alten Bildern. Das, auf dem mich meine Oma fest in den Arm nimmt und wir beide in die Kamera grinsen, ich...

Nie was besseres gemacht, als dem sich hinzugeben.

Es sollten öfter die alten Lieder in das Zimmer strömen und meine Finger zum Leben erwecken. In meinem Kopf die kleinen Zahnräder zum laufen bringen und die Knospen der Erinnerung aufgehen lassen. Damit es wieder beginnt, der Rausch der Gedanken, der mich mitzieht und mir wieder klar macht, wer ich bin und welcher Wirbelsturm gerade in mir wütet. Ich krame nach all den Vergleichen, all den Schleifen, die ich um meine, doch eigentlich so simplen Gedanken winden kann, damit sie nicht so leblos und grau wirken. Aber eigentlich sind sie das. Im Moment, stürmt da oben ein grauer wind, der nicht weiß in welche Richtung er mich lotsen soll.  Er hat meine Hand langsam losgelassen und hat die Straße überquert, ist weiter gelaufen, weiter in die Welt hinaus, in der er sich so wohl fühlt. Mit all dem Freiheitswind um die Nase. Vor mir ist da aber immer noch die graue Kreuzung, die mich verschlingen will, mich zu einer Entscheidung drängen will, denn man muss doch wohl seinen Weg kennen...