Alle haben immer einen Spruch. Wissen wie die Gefühle sind. Wissen genau was man gegen Gefühle macht. Alle wissen wie man mit dem Schmerz der irgendwann so schnell entsteht umgehen kann. Haben die besten Sätze überall. Überall stehen sie die Weißheiten.
Doch weiß eigentlich einer da draußen was er da schreibt. Was er manchmel ohne nachzudenken verspricht. Wenn man nicht mal mehr den Worten da draußen in der Welt trauen kann .... wem denn dann? Ist alles nur noch eine einzige Lüge. Eine große Luftblase und wenn man ihr zu nahe kommt platzt sie?
Wir stehen mal wieder an unserem Ort, an der Stelle an der schon so viele ehrliche Worte gefallen sind. Wir lachen in einem Takt, in dem blassen Schein der Straßenlaterne. Uns ist bitterkalt, aber wir wollen noch nicht aufhören. Mit dem Reden, dem Blicke austauschen und dem gemeinsamen Schweigen. Während wir in der Vergangenheit schwelgen, nach Ereignissen kramen, die wir unbedingt gemeinsam diskutieren müssen. Es funktioniert einfach zwischen uns, ohne seltsame Minuten oder Pausen. Ich denke darüber nach ihn zu küssen, der Gedanke fühlt sich merkwürdig an, irgendwie auch fremd. Es ist nichts ganzes, aber auch nichts halbes. Keine Freundschaft, aber auch keine Liebe. Es sind wir, auf einer Ebene, die man nicht in Worte fassen kann. Eine Beziehung mit offenem Ende. Wir sehen sie, auf der anderen Straßenseite. Wissen beide vom anderen, dass das Messer immer weiter in das Herz hineinragt. Unsere Hände halten sich, versuchen die Enttäuschung zu stützen. Wir. Du und ich....