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*Gestern war noch alles wie immer*

Er fährt mir über die Lippen. Sein Daumen ruht auf meinem Kinn. Er zieht mein Gesicht näher an sich heran, ich strecke mein Kopf ein stück weiter zu ihm, lege ihn in den Nacken. Ich atme schwer, ziehe die Luft ein, habe das Gefühl mein Herz ist verbunden mit meiner Lunge. Jeder Atemzug schmerz, ich spüre wie mein Herz hüpft. Ich kann das Gefühl nicht beschreiben, komplettes Neuland für mich. Ein Grund mehr warum ich vor all dem hier noch mehr Angst haben sollte, ich bin an dem Punkt angekommen, dass ich nichts mehr Beschreiben kann, keine Worte mehr finde.
Es hat was mit der Liebe zu tun oder?
Es liegt an dem Jungen, nicht an mir.
Ich bin ihm ausgeliefert. Keine zynischen Sätze kommen mir noch über die Lippen, keine sarkastischen Bemerkungen sind mehr zu hören. Nur noch die schweren Atemzüge von mir. Und ihm.
Ich will das Wort Leidenschaft nicht benutzten, ich möchte nicht behaupten, dass ich so etwas noch nie zuvor gefühlt habe. Und trotzdem ist die Situation neu, anders, intensiver. Jedes Wort, das ich wähle passt nicht, drückt nicht die schwere aus, die in dem Raum liegt. Mein Herz wird immer mehr angefeuert, von ihm, der immer näher kommt. Dem schweren Bass, der meine Füße zum vibrieren bringt. Vielleicht auch der Alkohol, der mit meinem Puls tanzt, ihn Pirouetten drehen lässt.

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It's not living, if it's not with you.

Verdammt habe ich lange nicht mehr meine Finger für genau das hier gebraucht. Habe meine kleinen Zahnräder, verbunden mit all den Bildern aus meiner Erinnerung und meiner Fantasie nicht mehr hierfür angeworfen. Meine Welt ist weiter in meinem Kopf entstanden. All die Sandburgen und Traumschlösser sind weiter entstanden, keine Angst. Es sind nur immer weniger Traumprinzen geworden und irgendwann habe ich glaube ich aufgehört, auf den einen zu warten. Nennt man das vielleicht sogar erwachsen werden? Man weiß es nicht. Aber ich vermisse die kleinen rosa Wolken, ich vermisse das interpretieren und nicht akzeptieren wollen, dass es die echte Realität gibt. Ich will kleine Raupen füttern, mit nichtvorhandenen Begebenheiten, damit sie größer und schöner werden, um kleine Schmetterlinge zu werden. Warum liebe ich nur diese kleinen Flattermänner? Sie sind so verdammt schön, man kann sich so wundervoll mit ihnen ablenken, so unfassbar gut mit ihnen alleine sein, mit ihnen die kleinen Hoffnungspl...

Kinda you and me

Wir stehen mal wieder an unserem Ort, an der Stelle an der schon so viele ehrliche Worte gefallen sind. Wir lachen in einem Takt, in dem blassen Schein der Straßenlaterne. Uns ist bitterkalt, aber wir wollen noch nicht aufhören. Mit dem Reden, dem Blicke austauschen und dem gemeinsamen Schweigen. Während wir in der Vergangenheit schwelgen, nach Ereignissen kramen, die wir unbedingt gemeinsam diskutieren müssen. Es funktioniert einfach zwischen uns, ohne seltsame Minuten oder Pausen. Ich denke darüber nach ihn zu küssen, der Gedanke fühlt sich merkwürdig an, irgendwie auch fremd. Es ist nichts ganzes, aber auch nichts halbes. Keine Freundschaft, aber auch keine Liebe. Es sind wir, auf einer Ebene, die man nicht in Worte fassen kann. Eine Beziehung mit offenem Ende. Wir sehen sie, auf der anderen Straßenseite. Wissen beide vom anderen, dass das Messer immer weiter in das Herz hineinragt. Unsere Hände halten sich, versuchen die Enttäuschung zu stützen.  Wir. Du und ich....

Ein paar Stunden wir

Immer wieder sehe ich mir den Schlussstrich an. Mein Kopf hat es kapiert, es ist vorbei. Mein Herz, sammelt jeden Moment mit dir. Meine Träume sind gefüllt von deinen Berührungen und deinem Geruch. Unsere Hände sind verkeilt ineinander. Unsere Schritte haben einen Rhythmus gefunden. Unser Atem geht gleich. Wir erklimmen die Straßen, teilen Gedanken, währenddessen wir uns anschweigen.  Gemeinsam zerwühlen wir die Bettlaken, sperren die Welt aus. Ignorieren unsere Todos, die sich von Stunde zu Stunde mehr stapeln. Bei jedem Lied, bei jeder Szene in der sie sich küssen, bei jedem Pärchen an dem ich vorbei laufe, denke ich an dich.  Da bist immer nur du in meinem Kopf. Obwohl ich schon so oft das Ende vor mir gesehen habe. Wieder und wieder lese ich es mir durch, halte es mir vor die Augen. Und es ist auch okay. Es ist okay für meinen Kopf, eben nur nicht für mein Herz. Ich laufe an deinem Auto vorbei, tausende Filme laufen in mir ab, sämtl...