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I forgot to kiss you.

Die Sonnenstrahlen kitzeln mich endlich wieder an der Nase. Alles leuchtet und strahlt, auch meine Laune. Ich grinse, habe gute Sprüche, fühle mich seit langem sogar einmal wieder ein bisschen so etwas wie selbstbewusst.
Die Pausen wieder an der frischen Luft genießen zu können ist ein Genuss. Es fühlt sich fast wie Freiheit an, nicht sosehr nach eingesperrt, verbannt in eine Welt, in der ich mich nicht wirklich wohlfühle.
Ich entdecke zwei Motocross Räder. Orange und schwarz. Ein kleines Lächeln überzieht meinen Mund, es lässt winzige Glücksstrahlen durch meinen Körper schicken. Allein der Anblick lässt mich träumen. Lässt mich durch die Welt reisen, den Wind spüren und die großen Buchstaben Freiheit sehen.
Zwei Typen biegen um die Ecke. Sichtlich stolz auf ihre Maschinen, auf die Tatsache, dass sie all die Aufmerksamkeit auf sich haben. Vielleicht auch ein bisschen überfordert von der Bühne, auf der sie so plötzlich stehen.
Ich sehe sie mir genauer an. Mein winziges Fantasierädchen fängt an wie wild zu drehen, kleine Wolken zu spinnen auf denen ich die nächsten Tage entspannen kann. Wie können mich solch einfach Dinge so unglaublich faszinieren, in ihren Bann ziehen und meine ganze Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen lassen. Mich schon fast zu einem ganz anderen Menschen werden lassen?
Anscheinend ist das eben so. Ich werde erwachsener, aufmerksamer, fröhlicher und komme mehr aus mir heraus, sobald die kleinen Sonnenstrahlen zwischen der dicken Wolkendecke durchspitzen und den Sommer ankündigen.


"Everything passes. Everything changes. Just do what you think you should do."

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Kinda you and me

Wir stehen mal wieder an unserem Ort, an der Stelle an der schon so viele ehrliche Worte gefallen sind. Wir lachen in einem Takt, in dem blassen Schein der Straßenlaterne. Uns ist bitterkalt, aber wir wollen noch nicht aufhören. Mit dem Reden, dem Blicke austauschen und dem gemeinsamen Schweigen. Während wir in der Vergangenheit schwelgen, nach Ereignissen kramen, die wir unbedingt gemeinsam diskutieren müssen. Es funktioniert einfach zwischen uns, ohne seltsame Minuten oder Pausen. Ich denke darüber nach ihn zu küssen, der Gedanke fühlt sich merkwürdig an, irgendwie auch fremd. Es ist nichts ganzes, aber auch nichts halbes. Keine Freundschaft, aber auch keine Liebe. Es sind wir, auf einer Ebene, die man nicht in Worte fassen kann. Eine Beziehung mit offenem Ende. Wir sehen sie, auf der anderen Straßenseite. Wissen beide vom anderen, dass das Messer immer weiter in das Herz hineinragt. Unsere Hände halten sich, versuchen die Enttäuschung zu stützen.  Wir. Du und ich....

Das Leben beisst. Das Leben küsst.

    Eine Impfung gegen Gefühle. Das wäre die Erfindung, die ich bräuchte. Gefühle können manchmal besonders sein. Aber meistens sind sie besonders scheiße. Es ist so. Eine echt traurige Wahrheit. Ich versuche seit drei Tagen, dem Menschen einen Brief zu schreiben, der mal mein ganzes Leben ausgemacht hat. Den ich fast besser kannte als mich selbst. Oder auch nicht. Ich wusste genau was er gleich machen würde. Aber trotzdem sitze ich seit drei Tagen vor einem weißen Blatt. Es ist nicht so, dass ich ihm den Brief geben will. Aber ich will einfach meine Gedanken zu echtem Papier bekommen. Will damit abschließen. Eine neue, frische, lebendige und Abenteuerfreundliche Tür öffnen. Das Papier füllt sich mit Buchstaben, doch es ist keine Reihenfolge und das Geschriebene ist gut. Perfekt für den Mülleimer. Naja ich will mich öfter melden. Doch es passiert so viel in meinem Leben. Und das hat alles nur mit dieser einen Person zu tun. Dann sind noch so viele Leute um mich heru...

Everglow - Feenstaub

Packfieber. Das alljährliche Silversterfliehen beginnt, also schnell alles zusammen sammeln was mit wärme- und kuschellaune zutun hat. Die kleinen Glücksschweine sind gekauft, stehen im Weg. Und dann werden alle Urlaubsutensilien rausgesucht, für ihren Einsatz feinsäuberlich aufgereiht. Mir fallen kleine runde Spielplättchen in die Hand, Erinnerungsstützen an eine Zeit, mit der ich soviel verbinde. Nicht aufhören kann daran zu denken. Es kommen bald viele Entscheidungen auf mich zu, ich würde lieber einen anderen Weg gehen, es scheint mir unmöglich ein Kreuz an der richtigen Stelle zusetzten. Ich hoffe auf den versprochenen Feenstaub, der  mich an den richtigen Ort trägt. Vielleicht ist es naiv, aber an Wunder zu glauben ist nicht verboten. Wir hoffen es doch alle insgeheim. Endlich mal an eine Stelle in unserem Leben getragen zu werden ohne viel Murks.  "Liebeskummer ist, als wenn man eine Rippe gebrochen hätte. Niemand bemerkt es, aber es tut höllisch weh, wenn man ...