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Ich lese ihre wenigen Worte. Ironisch und mit einem fetten Zwinkern. Und ich lache. Eine kleine Glückswelle schlägt gegen meine Seele und lässt sie für wenige Sekunden aufleuchten.
Gerade noch war ich in einen Text vertieft, es ging um Mut, das Selbstbewusstsein  und das Ich-Gefühl. Ich wollte, dass er mich endlich wieder mitreißt in meine Gedankenwelt, in der ich schon so lange nicht mehr war. Viel zu lange habe ich keine Buchstaben aneinander gereiht und daraus meine Regeln, Ereignisse und Kunststücke gebaut. Viel zu lange habe ich mich immer wieder gezwungen über diesen Kerl nachzudenken, zu einem Ergebnis zu kommen und über ihn einen Text zu schrieben der Abschließt. Viel zu lange wollte ich schon einen Text zu dem Ende schreiben. Über all das was in meinen letzten Monaten passiert ist. Aber irgendwie schaffe ich das alles noch nicht, nicht weil ich nicht damit klar komme. Vielleicht einfach deswegen, weil ich niemanden verletzten will, weil ich mir noch nicht über alles sicher bin und manche Dinge einfach so stehen lassen will und nichts mehr in irgendein, angeblich, richtiges Licht schieben will.

Ich lese ihre wenigen Worte. Ironisch und mit einem fetten Zwinkern. Und ich lache. Eine kleine Glückswelle schlägt gegen meine Seele und lässt sie für wenige Sekunden aufleuchten.
Und mir fällt wieder mal auf, dass sie mich in letzter Zeit viel öfter zum Lachen gebracht hat, als irgendein Kerl. Dass ich ihr mehr vertraue, als irgendjemanden sonst. Mir fällt auf, dass ich endlich meine Freunde gefunden habe, in die ich fast schon ein bisschen verliebt bin. Weil sie mich eben mit nur zwei Worten zum lachen bringen. Hop Hop. Sei wie die Venus. Es sprüht vor Ironie, genauso wie ich und es gefällt mir. Ich gefalle mir. Vielleicht liegt es daran, das ich plötzlich angefangen habe, mit meinen Leuten über mich zu reden. Angefangen über meine Ängste und innerlichen Probleme zu diskutieren und ihre Meinung einzuholen. Meine Schmerzgrenze ist gesunken und meine Offenheit gewachsen.

Die Sonnenstrahlen prasseln auf uns ein, während wir in einem Kreis sitzen und unsere Pizza essen. Gut gegen den Kater, gut gegen Gedanken, gut für das Wir-Gefühl. Wie in der Cocoa-Cola Werbung. Und das ist mein Leben, meine Werbung, mein Trailer für den Sommer. Es war ein Nachmittag, der wieder mal gezeigt hat, dass sich Mut zum Wort lohnt. Denn vier Leute an einem Tisch versammelt, die ihre Erfahrungen teilen sind so viel wert. Auch wenn es ein bisschen nach Dr. Sommer klingt und wenn es nicht alles nach dem Profi-Gesetz läuft. Wir sind ehrlich, wir verstecken uns nicht, wir lachen. 

Manchmal brauche ich eine Zeit. Machmal da bin ich froh und meine Zunge schleudert mit Worten um sich. machmal sitze ich da und lausche den Worten der anderen. Weil es mich interessiert, weil ich zu müde bin, vor Glück. Ich zwinge mich zur Dankbarkeit. Die Leute von früher sind plötzlich überrascht von mir. Nur weil ich mutig genug bin, ich zu sein. Und das hat nur einen Grund. Ich bin gewachsen, innerlich. Mein Selbstbewusstsein kam angekrochen und ist langsam gewachsen, mit jedem etlichen Wasserfall, den ich in irgendwelchen Gruppen habe regen lassen oder auf irgendeiner Wiese gesessen bin und die Wahrheit aus mir gebrochen ist. Da sind diese Freunde, die Goldwert sind. Sie öffnen neue Türen in meinem Leben und ich muss mich nicht mehr von mir verstecken, nie mehr.

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