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Yeah you should be loving someone.

Da hängen tausend Bilder von irgendwelchen Mädchen, ich kenne nicht ihre Namen. Nicht den Grund warum sie in die Kamera lächeln und weiß auch nicht, ob es wirklich ihr Style ist, den sie tragen. Trotzdem hängen die Bilder da, ich mag die Atmosphäre die sie in mein Zimmer bringen, ich mag die Stille, die sie mit sich bringen und die verschiedenen Gefühle, die man erkennen kann. Manchmal, da starre ich stundenlang drauf, nur um zu verstehen, das es da vielleicht noch mehr draußen in der Welt gibt. Vielleicht mehr Menschen, die das anziehen, was ich anziehe. Die das hören, was ich höre. Die aus dem gleichen Grund lachen wie ich und nicht weg sehen, wenn Menschen, andere ausschließen.

Die Regenbogenfarben lassen den ganzen Raum erleuchten, alle Herzen schlagen im gleichen Takt und alle singen eine Zeile.
Yeah, you should be loving someone.
Ich habe lange gebraucht, um wirklich das große Ganze zu verstehen. Auch wenn ich lange gedacht habe, zu wissen wie ich glücklich sein kann, wie die Welt leichter lächeln kann. Ich habe mich getäuscht.
Da sind diese Bilder, an die ich geglaubt habe, an die verschobene Realität davon, dass sie so sind wie ich. Und da ist diese Band, die ich schon seit gut vier Jahren höre, die ich seit Anfang an liebe und über die ich schon unendlich viele Texte geschrieben habe. Aber ich habe vier Jahre lang gebraucht, um zu verstehen, dass man nur mal genauer hin hören muss, um zu verstehen, wie die Welt sich dreht. Dass man nicht alleine ist. Nicht weil da ein Sänger auf der Bühne steht, nicht weil er Texte schreibt, die einem Antworten geben und nicht weil man Herzklopfen bekommt, wenn die ersten Töne des Lieblingsliedes aus den Lautsprechen kommen. 
Nein, weil man einen Ort gefunden hat, an dem die Leute deine Sprache sprechen, deine Gedanken teilen und dich anlachen, weil sie so sind wie du. Weil du mit ihnen um die Wette strahlst und mit ihnen einen der schönsten Momente in deinem Leben teilst, auch wenn du den ein oder anderen vielleicht niemals wieder sehen wirst.



Aber eigentlich wollte ich über was ganz anderes schreiben. Über diese eine Zeile, die wir mindestens zehn Mal gebrüllt haben. Wir sollten jemanden lieben und meiner Meinung ist es vollkommend egal wer das ist, egal welches Alter, welche Größe und welche Herkunft, welches Geschlecht, welcher Name. All diese Einschränkungen, die in den Köpfen der Menschen herum schwirren können wir doch nur für eine winzige Sekunde bei Seite legen. Dafür einfach mal das Herzklopfen spüren und das lächeln betrachten. Wir können uns in alles verlieben, in einen Moment, in einen Ort oder in unsere Freunde. Liebe hat nicht mit Geben zu tun, es ist nur für uns. Es gleicht uns aus, macht uns glücklich und ich denke auch sanfter.
Es ist mir egal, wie andere darüber denken, andere, die ihr perfektes Leben mit allen Haken haben wollen. Für mich macht das keinen Sinn, mich macht das nicht Glücklich. ich will keine Grenzen mehr, keine bescheuerten Fragen mehr.

Ich will leben. Ich will hüpfen, ich will grinsen und laut singen. Ich will ich sein dürfen und lieben. Ohne das man mich zurück liebt, ich will einfach nur das Gefühl und das Glück, für einen kurzen Moment, denn dann kommt eine andere Zeit, ein anderer Gedanke und eine neue Liebe.
Und ja es mag unheimlich naiv klingen, aber ich bin absolut davon überzeugt, würde es hier mehr Liebe geben und ein klein weniger Eifersucht, dann wäre dieser Planet schon hundertmal besser. Es würden mehr Menschen lachen können und könnten leben, wirklich leben. Denn ja, wir beschweren uns, dass wir nicht richtig leben, aber wir atmen wenigstens noch. Manche habe dieses Privileg längst ablegen müssen.
Also fangen wir doch einfach an zu leben, fangen an naiv zu sein und unsere rosa Brille auf die Nase zu schieben. Einfach weil wir glücklich sein können und wenn wir glücklich sind, können auch vielleicht andere wieder glücklich werden.

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