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Ich will ein Meer zwischen mir und meiner Vergangenheit

Ich will ein Meer zwischen mir und meiner Vergangenheit. Ein Meer zwischen mir und allem was war.
Annenmaykantereit - Ozean

Das erste Mal, dass ich nicht mehr meine Worte finde, aber sie drücken eben genau das aus, was ich meine.
Ich mach mir Gedanken, zu viele nehmen ich an. Denn all die anderen können einfach tanzen, ohne dem Rauschen in ihrem Kopf. Der Angst, die sie umfasst.
Es hat mich in der Hand. Sie hat mich in der Hand. Die Vergangenheit, sie ist weiblich. Aber eigentlich ist sie in meinem Fall männlich. Sie hat mir so viel genommen. Und mir so viele Zweifel, Ängste und Gedankenstürme geschenkt.
Jeder hat sein Päckchen. Da bin ich mir sicher. Sogar ziemlich sicher. 
Und sicher kommen nicht alle mit ihrem Päckchen zurecht, viele holen sich Hilfe. Es ist nicht so, als würde ich nicht aus dem Loch, dem Gedankenkreislauf wieder rausfinden. Ich kenne den Weg, finde jedesmal aufs neue den Notausgang. Mal langsamer, mal schneller.
doch gerade hat sie mich wieder im Griff. Sie holt mich in den Träumen ein, holt mich ein, wenn ein unbekannter gegenüber in der Bahn von mir sitzt und mich nur ansieht. Und ich mir den Kopf zermartere. Tief durchatme. Und weiter mache, aufstehe und nach dem leuchtend grünen Schild suche, nach dem Notausgang aus meiner Misere.

Da sitze ich. Mit verschränkten Fingern. Musik in den Ohren und beobachte das Leben, sehe wie sie tanzen und möchte so unfassbar gerne mittanzen. Aber ich halte mich zurück, habe das Gefühl, eine Hand um meinen Fuß zu haben, die Angst hat mich fest im Griff. Doch ich lächle mit ihnen, denn ihr Anblick gibt mir Mut. Und Hoffnung. Die verdammte Hoffnung darauf, dass ich irgendwann vielleicht auch mal tanzen werde. Verdränge den Gedanken an die Einsamkeit. Höre auf zu zählen, seit wann ich sie spüre, diese Vergangenheit.



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