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Stehengeblieben.

Wir erinnern. Wir denken zurück. Manchmal verdrängen oder vergessen wir aber auch einfach. Manchmal wollen wir den Abend mit nichts auf der Welt vergleichen. Den Grund dafür gibt es eigentlich nicht. Also ich kenne den Grund nicht. Der Abend war nicht schlimm und trotzdem habe ich mich gegen ihn entschieden. Und ehrlich gesagt habe ich einfach nicht mehr daran gedacht. Vielleicht an ihn, ab und zu. Immer mal wieder wenn eine Nachricht auf meinem Handy aufgeploppt ist und mir seinen Namen unter die Nase gerieben hat. Aber das war auch alles mehr als unregelmäßig. Ich habe mich nicht auf ihn verlassen. Ich habe mich nicht auf ihn eingelassen. Dafür gab es Gründe, sogar mehr als zwei. Es waren zu viele Stimmen, die ihn nicht in das beste Licht gerückt haben. Auch wenn ich normalerweise mich dafür interessiere, den Stimmen habe ich vertraut. Außerdem war da ja dieser andere Junge. Dieser Junge, der schon immer da war und ich endlich verstanden habe, dass es mehr sein könnte. Und wie...

Aber es ist einfach so.

Ich will aufhören an ihn zu denken.  Ich will aufhören Herzklopfen zu bekommen, wenn ich denke er steht vor mir. Ich will aufhören mir Gedanken darüber zu machen, wie ich ihm beibringe, dass ich ihn mag. Das ich ihn toll finde. Das ich ihn gerne küssen würde. Eigentlich dachte ich immer, ich wäre so gut darin, Menschen meine Gefühle beizubringen. War ich auch immer. Ich konnte schon immer in nur wenigen Sätzen meiner Mama sagen wie es mir geht. Meine Freunde wussten schon nach zwei Blicken wie es mir geht. Und wenn es mal tiefer ging, intensiver mit Gefühlen, dann war ich immer der Vorreiter.  Zu Not nahm ich einen Stift, schrieb all das auf, was mir in der ersten Minute in den Sinn kam. Ich konnte das schon immer ganz gut. Mit Wörtern um mich werfen und hoffen, dass die Leute verstehen, wie mein Herz schlägt. Wieso also kann ich es nicht bei dem Menschen, der mich in allen Situationen erlebt hat? Bei dem ich zu hundert Prozent so sein kann, wie ich bin. Bei dem i...

Denn vielleicht sind die neuen Bilder die entstehen werden, einfach besser.

Es ist wieder an der Zeit! Die Seiten voller Vorhersagen sind gefüllt, bereit um durchgeblättert zu werden. Ich rede von all den Horoskopen. Sie prophezeien uns ein gutes neues Jahr, was anderes wollen wir doch auch gar nicht hören oder? Doch das erste Mal steht bei mir wirklich alles so, als würde das nächste Jahr perfekt werden. Und ich glaube es, wirklich. Denn ich habe es im Gefühl, dass endlich die kleine dunklen Wolken sich verflogen haben. Warum sollten sie denn auch nicht endlich mal gewichen sein und der Sonne den  Vortritt gegeben haben? Das erste Mal ist nicht von einem Neustart in meinem Kopf die Rede, nein das einzige was steht ist eine Entwicklung, eine Verbesserung. Das Jahr ist noch nicht zu Ende und hatte schon den Neuanfang eingeleitet. Neuer Mut, neue Pläne, neue Abenteuer, neue Freunde, neue Geschichten, ein neuer Computer um all die Geschichten zu sammeln, die ich erlebt habe, ein neuer Lieblingsduft, der die Spuren verdeutlicht die ich lege, ein neues H...

Everything is blue

Ich habe sie gehasst. Verachtet. Veränderungen. Ich habe nie verstanden warum es das überhaupt gibt. Warum sich mein Leben ändert, warum sich die Leute um mich verändern, warum die gesamte Menschheit sich auf den 31.12 freut und hofft, dass eine Veränderung eintrifft. Ich habe es nie verstanden, verabscheut. Das Eintönige, das Gleiche, ich habe es geliebt. Es war mir nicht fremd, ich wusste wie es funktioniert. Welche Knöpfe zu welchem Ergebnis führten. Meine Wochen waren strukturiert, ich wusste was jeden einzelnen Tag passierte,  wovor ich angst haben sollte und worauf ich mich freuen konnte. Doch das Leben ist nicht nur schwarz weiß, nicht nur dieser eine Weg bringt dich Richtung Erfolg und Glück. Der Weg ist das Glück, oder etwa nicht? Wenn links und rechts Freunde stehen und dir zu lächeln, wenn hin und wieder dieser Typ auftaucht, von dem du weißt, dass er nicht gut ist, aber der in dem Moment der einzige ist, der das Lächeln in deinem Gesicht noch breiter werden lässt. De...

Geschrieben mit frischer Tinte und alten Gefühlen.

Manchmal weiß ich ganz genau was meine Gefühle mir sagen wollen. Manchmal nicht. Dieses Jahr war es ein Auf und Ab des Wissens.  In einer Woche ist Weihnachten und ich vermisse plötzlich das Meer. Ich vermisse ihn, obwohl ich schon so lange nicht mehr an uns gedacht habe. Heute Nacht habe ich wieder von unseren Sommern geträumt, habe den Sand unter unseren Füßen gespürt, den Fahrtwind in den Haare, während ich auf der Vespa saß und das kalte Nass an meinem Bauch, als wir im dunklen ins Wasser getaucht sind. Manchmal weiß ich ganz genau was meine Gefühle mir sagen wollen. Er hat perfekt zu meiner Traum Welt gepasst, wir hätten wunderschöne Bilder machen können. Ich habe Erinnerungen in nur zwei Minuten gesammelt, die andere in zwei Jahren sammeln. Er hat mir einen Sommer geschenkt, der in meinem Herzen bleibt, er ist Schuld, das ich das Meer vergöttere und die Sonne liebe. Und sein Land. Ich dachte ich könnte aus dem kalten Winter genau das gleiche schöpfen wie aus dem ...

Immer wenn ich denk es wär vorbei, kommst du mir wieder so gefährlich nah und alles fängt wieder von vorne an.

Ich habe über ihn noch nie viel geschrieben. Ich dachte immer, es wäre nicht notwendig. Aber das stimmt so nicht, denn er ist mein treuer Begleiter, seit dem Anfang meines Lebens. Es gibt so viele Grenzen, die ich bei ihm getestet habe, so vieles das ich bei ihm gelernt habe. Wer ich bin, was ich will und was ich auch von Typen will. Und ich habe schon so oft darüber nachgedacht, ob er denn nicht der Richtige für mich wäre. Ich habe mir schon so oft vorgestellt, wie das Leben später mit ihm wäre. In einer Wohnung, vielleicht mit Kindern. Mit einem Job, mit einem lächeln. Denn eines ist sicher, wenn ich bei ihm bin fange ich an zu lächeln und höre erst wieder auf, wenn er weg ist. Aus meiner Sichtweite, weg aus meinen Gedanken. Wie oft ich schon in der Badewanne lag, nachdem wir uns getroffen haben und ich mich tot gegrinst habe über unsere Sprüche, unsere Aktionen. Nur mit ihm kann ich in einer Stunde so viel neues von mir erfahren, so viel erleben, wie mit keinem anderen Erst w...

Girlfriend

Der Mann neben mir sagt einen Satz, ein Zitat aus einem Lied, das ich früher hoch und runter gehört habe. Ich erkenne es sofort. Früher hatte das Lied keine einzige Bedeutung für mich. Ich mochte den Bass, das schnelle, das Rebellische was das Lied an sich hatte. Vor etwa zwei Minuten habe ich das Lied noch einmal gehört, und plötzlich hatte es eine neue Bedeutung. Es sagt genau das, was gerade in meinem Kopf abläuft. Es sind die Zeilen die ich mir denke. Ich weiß, dass er mich mag, es ist verdammt nochmal kein Geheimnis. Das sehen auch all die anderen, sie reden über uns. Die einzigen die das nicht verstehen sind wir. Oder vielleicht auch einfach nur ich. Ich habe es all die Jahre nicht verstanden und deswegen passt das Lied auch jetzt so perfekt. Ich will deine Freundin sein. Es ist wohl eine klare Aussage, hinter der sich aber zehntausend Fragezeichen verbergen. Ich bin mir einfach gerade nicht sicher, ob ich das wirklich will. Ich zweifle nicht an ihm. Eher an mir. Er ist älte...