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I can't give you my soul

Ich winke ihm noch ein letztes mal zu. Die Ironie hat uns eingefangen, fest in der Hand. Uns das Leben vor Augen geführt. Ich gehe die Straße entlang, biege ab und sehe schon von weitem mein Haus. Zähle die Laternen, die mir den Heimweg leuchten. In mir spüre ich mal wieder nichts, außer Gefühlsleere.  Alles habe ich schon in mir erlebt, auf dem Weg von dem kleinen Zebrastreifen bis vor meine Haustüre. Wie viel Zeit ich schon an der Straße stehend verbracht habe. Mit all unseren Diskussionen, all unseren Geschichten, all unseren Lästerrein.  Ich sperre die Haustüre auf und atme ein letztes mal durch. Ich habe es hinter mich gebracht. Das Treffen, das über mein Herz so viel bestimmt hat. Es ist wie ein Date, ein Date, das ich in dieser Form noch nie zuvor so erlebt habe. Es ist dämmrig, ich bin nervös, ich lächle vor mich hin. Ich weiß, dass heute Abend etwas besonderes passieren wird. Wir haben uns schon seit Monaten nicht mehr gehört und gesehen. Ich habe...

Mein Herz springt Trampolin

Wir streifen mit unseren Gedanken durch meine Vergangenheit. Begegnen alten Bekanntschaften, Menschen an denen noch immer ein kleiner Zacke meines Herzens klebt. Besonders einem begegnen wir, an dem immer noch zu viel von mir geblieben ist. So viel habe ich an ihn verloren, Gedanken, Tränen und am meisten Zeit. Aber es hat sich gelohnt, ich will das alles nicht vergessen. Er hat mich näher zu mir selbst gebracht, hat mir Teile meines Herzens abgenommen, die ich nie wieder benötige. Hat den Platz eins eingenommen, ohne es wirklich zu wissen. Mit einem einfachen Lächeln, mit seinem bloßen dasein, hat er mich in seinen Bann gezogen und nie wieder wirklich losgelassen. Das ist so und ich werde es auch nie verschweigen, denn das ist meine Geschichte. Ein Kapitel meines gesamten Lebens. Ein verdammt großes Kapitel. Doch irgendwie habe ich das Gefühl, das es schon lange ein Kapitel zwei benötigt, dass der Platz zwei besetzt werden muss. Neue Erfahrungen gemacht werden müssen, neue Ve...

The poetry is in the streets

Eingerahmt zwischen zwei meiner besten  Freunde. Links und rechts von mir. Ich in der Mitte, meine Arme auf den Armlehnen, die Beine auf dem Vorderen Sitz, abgelegt.  Vor mir die Leinwand, die Perfektion und Einfachheit eines Films, etwas unheimlich schönes, was ein Thema zur Normalität bringen lässt und mich zum lächeln. Ich bin verdammt glücklich in dem Moment, muss mich öfter zu beiden Seiten drehen, weil ich mich vergewissern will, dass diese tollen Menschen wirklich bei mir sind, mit mir in eine Welt eintauchen, mit mir den Song im Film hören und mich innerlich jubeln lassen. Wir gehen an dem Fluss entlang, reden über alles und nichts. Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass sie mich mit jeder Minute mehr in ihr Leben zieht, in eine Welt, die mich so fasziniert, meine Gedanken herumwirbeln lässt und meinen Blick auch mal nach hinten richtet, mich kurz von meinem Weg schubst, damit ich mich selbst frage, ob ich mich wirklich wieder fangen will oder einfach auf dem G...
Ich verdränge euch nur noch. Will mich mit euch nicht mehr beschäftigen, nicht mehr über euch reden. Kann euch nicht mehr sehen. Alles in meinem Kopf ist matsche und durcheinander gemischt, nichts ist mehr so wie es mal wahr. Manchmal da bin ich glücklich, finde alles in den Kopfschubladen, weiß wohin ich gehöre, stehe hinter mir und stütze meine Schultern, bringe mich selbst zum lachen und fühle mich vollkommend mit meiner Welt, ich sehe die Blumen tanzen und zähle die Sonnenstrahlen. Doch dann kommt wieder ein Windstoß und bringt alles ordentlich durcheinander und ich weiß gar nichts mehr, verkrieche mich nur noch und verstecke mich in anderen Leben, um ja nicht über meines nachzudenken. Träume mich in die Zukunft, damit mich ja nicht die Gegenwart auffressen kann. Ich antworte nicht mehr, sehe hin, dass ich innerlich vereinsame und starre das Handy mit all den Nachrichten an, ob ich denn nicht wieder mal was machen möchte. Aber nein, ich möchte nichts machen, denn i...

Take me on your dream.

Ich vermisse dich. Und ich weiß, dass du mich auch vermisst. Ich vermisse mich. Ich vermisse all meine Gedanken, all meine Zweifel, all meine Glückshickser und meine Tränenfluten. Das Ich-Gefühl und den Weg, den ich dann doch nicht gehe. Meine Freunde und das Rausgehen, das draußen herumtollen, wie ein kleines Löwenkind, das zum erstmal Sand unter seinen Pfoten spürt.  All die Wellen, die mich mitreißen und mich zu einem neuen Gefühlshoch katapultieren, die mich in irgendwelche Männerarme spülen und für den winzigen Moment denken lassen, dass er es ist, der meine Welt ändern wird. Und in dem Moment glaube ich es wirklich, aufrichtig, voll und ganz. Glaube an das was zwischen uns passiert, an mich und meine Stärke die Vergangenheit endlich ruhen lassen zu können. Ich vermisse meine Sucht danach, mich verlieben zu wollen und meinen Verstand mit rosa Gefühlen benebeln zu lassen. Über mir liegt ein Schleier, durch den ich nicht durch komme. Ehrlich gesagt weiß ich...

Pressure

Ich habe Angst.  Angst davor, nicht richtig zu sein. Das falsche zu fühlen, das falsche zu denken, einen Geschmack zu haben, der nicht der Mehrheit entspricht. Zu oft beginne ich mich zu vergleichen. Habe bei so vielen Gesprächen schon Sätze verschwiegen, die ich hätte gerne sagen wollen. Habe mein Ich, mein Inneres verleugnet und aus mir jemand anderen gemacht. Ich bin noch nicht sehr alt. Ich kann nicht mit Lebenserfahrung glänzen, jedenfallslls nicht, wenn man diese in Jahren misst.  Trotzdem habe ich schon einiges erlebt, habe schon einige Erfahrungen gemacht, gute und schlechte. Manchmal habe ich das Gefühl, die schlechten überwiegen. Ich habe schon so viele Sprüche gehört, habe mich schon so oft versteckt, bin weggelaufen. Vor mir selbst, vor meiner Geschichte. Doch irgendwann habe ich angetangen, mich zu fragen, was ich denn schön fände, an all den Menschen, die ich toll finde. Warum drehe ich mich nach dem Mädchen um, das an mir in der Straße vor...

Sonnenstrahlen zählen.

Es ist nicht mal ein Jahr her.  Trotzdem habe ich meine eigenen Worte, meine eigenen Gedanken vergessen.  Habe das, was mich auf meine kleine Glückswolke katapultiert hat, mir eine neue Welt geöffnet hat, verdrängt. Habe es fallen gelassen, bin daran vorbei gerannt, habe es einfach vergessen wieder auf zu heben. Mich daran zu erinnern. " Wir sollten jemanden lieben und meiner Meinung ist es vollkommend egal wer das ist, egal welches Alter, welche Größe und welche Herkunft, welches Geschlecht, welcher Name. All diese Einschränkungen, die in den Köpfen der Menschen herum schwirren können wir doch nur für eine winzige Sekunde bei Seite legen. Dafür einfach mal das Herzklopfen spüren und das lächeln betrachten. Wir können uns in alles verlieben, in einen Moment, in einen Ort oder in unsere Freunde. Liebe hat nicht mit Geben zu tun, es ist nur für uns. Es gleicht uns aus, macht uns glücklich und ich denke auch sanfter. "  Mir ist klar, dass ich Worte meiner Lehre...