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And save all the jokes you're going to make

Gänsehaut zieht sich über meine Arme, erobert schließlich meinen ganzen Körper. Kleine Tränen sammeln sich an. Ich blinzle sie weg, ignoriere sie. Schlucke sie runter. Es gibt keinen Grund zum weinen. Es gibt keinen Anlass. Es gibt einfach nur zu viele Gefühle in mir. Die Schmetterlinge, die wieder mit ihren Flügeln schneller schlagen und in einem Luftzug Hoffnung aufkommen lassen.  Zu viele rote Herzballons. Zu viele Augenblicke, in denen ich keine Worte mehr finde. Zu viel Nervosität, die zwischen uns herrscht. Mit einem lauten Knall uns alle zusammenzucken lässt. Es ist auch die Angst und die damit verbundene Wut, die die kleinen Tränen anfeuert, meine Wangen mit Mustern zu verzieren. Die Wut, auf das Nichtssagen. Die Angst vor dem Zuvielsagen, dem Falschsagen. Die leisen Töne des Klaviers hallen durch den riesigen Raum, gefüllt von hunderten Seelen, die sich verzaubern lassen und direkt hinter mir steht eine Seele, die mich verzaubert hat. Ich kann nicht sagen, ...

Oh, everything is about to change

Lass mich ein bisschen erzählen. Lass mich dir meine letzten Monate zeigen. Denn ich habe gezweifelt ohne dich. Ich stand oft da und wollte es dir erzählen, wollte deine Meinung wissen, wollte diskutieren. Aber du warst nicht da. Also stand ich vor dem Spiegel und habe mich minutenlange angestarrt. Manchmal, da wollte ich auch einfach nur von dir hören, dass alles wieder gut wird, dass ich das ganz falsch verstanden habe. Ganz oft, habe ich gehofft, dass du wieder neben mir stehst. Oder ich nur kurz, für einen kleinen Augenschlag in deiner Welt sein kann. Nur kurz, neben dir bin, währenddessen du ein Bild von einer ganzen Herde, von Pferden machst. Währenddessen, du vor einer wunderschönen Landschaft aus deinem Becher schlürfst oder ich mit dir durch Straßen voller Graffiti streifen kann. Aber es ist okay, so wie es ist. Also, lass mich jetzt ein bisschen erzählen. Ein bisschen zeigen, was meine kleine Seele hier erlebt hat. Lass mich dich in meine Welt wieder eintauchen lassen. ...

The sun will com up

Ich schreie mich selbst an.  Weil ich ausgebrannt bin. Weil ich nichts mehr fühle, seit Tagen. Weil ich keine Motivation mehr habe, seit Wochen. Ich tanze, Ich lache. Ich werfe meine Haare um mich. Lasse die Musik noch ein bisschen lauter werden. Bringe mein Glück noch mehr zum schwingen. Ich schreie mich selbst an.  Weil ich ausgebrannt bin. Weil ich nichts mehr fühle, seit Tagen. Weil ich keine Motivation mehr habe, seit Wochen. Ich verbringe all die letzten Tage in meinem Bett. Ruhe mich an den Wochenenden von dem Alltag aus. Versperre meine Gedanken irgendwo im nirgendwo. Verbiete sie mir, weil ich sie nicht mehr ertrage, weil ich kaputt bin, vom ständigen zerdenken sämtlicher Begebenheiten. Ich denke nicht mehr über ihn nach, ziehe mich von ihm zurück. Antworte keinen Freunden mehr. Höre auf, meine Gedanken auf Papier zu sammeln. Lerne nichts mehr. Nicht für die Schule und nicht für das Leben. Höre auf zu lesen. Höre auf zu genießen. Ich fun...

Aber irgendwie auch mein Leben.

Eigentlich ist es traurig, dass ich nur noch so selten schreibe. Und wenn, dann nur über diesen einen Kerl. Generell, habe ich in der ganzen Vergangenheit nur über meine Männergeschichten geschrieben. Nur selten über Freundschaften.  Eigentlich sollte ich viel mehr über Freundschaften schreiben. Über die Stärke, die ich aus jedem Menschen ziehe, der neben mir steht und meine Flügel stützt. Und trotzdem beginne ich , nach einem Ereignis mit ihm, wieder zu tippen. All die Gedanken und das Glück festzuhalten. Vielleicht ist es das, warum ich Freundschaften nicht niederschreiben muss. Weil ich sie nicht festhalten muss, weil sie bei mir bleiben. Weil ich ihnen vertraue, sie nicht festhalten, sie nicht auf Papier pressen muss. Bei all den Mädchen, all den Freunden, muss ich nicht durch Tagebücher blättern, um mich wieder an sie zu erinnern. Denn ich kann sie anrufen, sie treffen, sie in die Arme schließen. Sie sind bei mir, sie fliegen nicht weg. Sie sind keine Schmette...

210

Sie sind immer da. Kreisen um mich. Stöchern mein Herz auf, dann wenn ich es am wenigsten brauche. Wenn ich denke, dass ich auch ohne ihn leben kann. Ich habe alles versucht ihn zu vergessen. Ich habe ihn mir aus dem Kopf getrunken. Die Gedanken an ihn kamen wieder. Ich habe andere geküsst. Die Gedanken an ihn kamen wieder. Ich bin gerannt, habe Zettel mit seinem Namen verbrannt, ihn mit einer Rakete ins All geschickt, habe ihn mir aus dem Körper geweint. Die Gedanken an ihn kamen wieder. Ich würde älter. Mal wusste ich was ich wollte, mal bin ich herum geirrt. Mal habe ich eifersüchtig dem Pärchen vor mir nach gesehen, mal habe ich mir selbst gratuliert, weil ich all die Nerven, all den Schmerz und all die Diskussionen mir gespart habe. Wenn ich ein Talent habe, dann das, dass ich gut mein Herz weiter schenken kann. Ich kann es gut teilen. Zwar nicht die Herzen der anderen, aber meines verteile ich immer meistbietend. Eigentlich sollte ich damit aufhören. Nur macht es mir zu viel Spaß...

Want anybody else but you

Ich scrolle durch sein Profil. Vergleiche Daten mit Erzählungen. Vergleiche Gesichtszüge mit Erinnerungen. Es ist eine verdammt lange Zeit, die er an ihrer Seite verbracht hat. Die er an ihrer Seite verbringt. Ich schüttle den Kopf. Sehe den Sternen beim Fliegen zu. Den Lichterketten beim Fahren. Von Anfang an war ich dabei. Ich dachte, dass es damit endgültig vorbei mit uns wäre. War es nicht. Es geht immer weiter. Wir können nicht mit, aber auch nicht ohne einander. Meine Gedanken sind bei ihm. Und trotzdem bin ich neben ihm, bin mir sicher, das das nichts, nie zwischen uns werden wird. Ich kann ihn nicht küssen.  Er war mein Feind. Er war mein guter Freund. Er ist jetzt ihr Freund. Er bleibt ihr Freund. Ich kenne keinen Jungen so gut wie ihn. Mich kennt kein Mann so gut, wie er mich. Er ist in meinem Leben seit ich denken kann. Mal ist er neben mir, mal ist er weiter weg. Auf der anderen Straßenseite, nickt mir zu aus der Fern...

I can't give you my soul

Ich winke ihm noch ein letztes mal zu. Die Ironie hat uns eingefangen, fest in der Hand. Uns das Leben vor Augen geführt. Ich gehe die Straße entlang, biege ab und sehe schon von weitem mein Haus. Zähle die Laternen, die mir den Heimweg leuchten. In mir spüre ich mal wieder nichts, außer Gefühlsleere.  Alles habe ich schon in mir erlebt, auf dem Weg von dem kleinen Zebrastreifen bis vor meine Haustüre. Wie viel Zeit ich schon an der Straße stehend verbracht habe. Mit all unseren Diskussionen, all unseren Geschichten, all unseren Lästerrein.  Ich sperre die Haustüre auf und atme ein letztes mal durch. Ich habe es hinter mich gebracht. Das Treffen, das über mein Herz so viel bestimmt hat. Es ist wie ein Date, ein Date, das ich in dieser Form noch nie zuvor so erlebt habe. Es ist dämmrig, ich bin nervös, ich lächle vor mich hin. Ich weiß, dass heute Abend etwas besonderes passieren wird. Wir haben uns schon seit Monaten nicht mehr gehört und gesehen. Ich habe...