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Ich lese ihre wenigen Worte. Ironisch und mit einem fetten Zwinkern. Und ich lache. Eine kleine Glückswelle schlägt gegen meine Seele und lässt sie für wenige Sekunden aufleuchten. Gerade noch war ich in einen Text vertieft, es ging um Mut, das Selbstbewusstsein  und das Ich-Gefühl. Ich wollte, dass er mich endlich wieder mitreißt in meine Gedankenwelt, in der ich schon so lange nicht mehr war. Viel zu lange habe ich keine Buchstaben aneinander gereiht und daraus meine Regeln, Ereignisse und Kunststücke gebaut. Viel zu lange habe ich mich immer wieder gezwungen über diesen Kerl nachzudenken, zu einem Ergebnis zu kommen und über ihn einen Text zu schrieben der Abschließt. Viel zu lange wollte ich schon einen Text zu dem Ende schreiben. Über all das was in meinen letzten Monaten passiert ist. Aber irgendwie schaffe ich das alles noch nicht, nicht weil ich nicht damit klar komme. Vielleicht einfach deswegen, weil ich niemanden verletzten will, weil ich mir noch nicht über alles sic...

If I do, I do.

Wir warten auf diesen einen Tag. Egal ob wir uns einreden, dass es egal ist ob wir alleine sind oder einen Freund haben.  Wir warten auf diesen einen Tag. Egal ob unser Freund uns die Rose überreicht oder wir ausgemacht haben, uns dieses Jahr nichts zu schenken. Wir warten auf ein Zeichen. Eine Nachricht. Eine kleine Überraschung. Und ehrlicherweise können wir nur enttäuscht werden, weil unsere Erwartungen zu groß sind. Die Plakate an sämtlichen Schaufenstern preisen den Tag an, Werbungen sind voller Herzen und überall kann man die Liebe flüstern hören. Wir kennen alle den Spruch, dass man sich jeden tag lieben sollte. Trotzdem aber warten wir auf den Tag und haben Erwartungen und können eigentlich nichts dagegen machen. Ich weiß selbst nicht wie ich mit dem Tag umgehen werde. ich weiß nicht ob ich ihn sehen werde oder nicht, wir haben uns auf die spontane Version geeignet. Ich weiß nicht wirklich was ich von all den Herzen in der Luft halten soll und diesen Rosen vor alle...

Liebesbrief statt Liebeserklärung.

Ich schreibe dir einen Liebesbrief. Ich schreibe dir fünf Seiten in denen ich dich schweben lasse. Ich würde meine Fantasie für dich explodieren lassen. Aber ich mache dir keine Liebeserklärung. Ich kann das nicht. Meine Lippen können meine Gedanken nicht einfangen, nur meine Hände können das. Meine Fingerspitzen die über die Tasten zum Takt der Musik tanzen, nur mein Daumen und Zeigefinger, die den Stift über das Blatt führen und ihn die tollsten Wörter, die tollsten Sätze auf ein Papier pressen lassen. Ich schriebe dir einen Liebesbrief. Voller Ehrlichkeit, voller Momente und voller Schmunzeln. Aber ich werde dir keine Liebeserklärung machen. Ich bin zu ängstlich für ehrliche Wort gegenüber ihm. Normalerweise liebe ich nämlich Aussprachen, ich kann es mit Formulierungen um mich werfen und zusehen wie mein Gegenüber sich windet. Wie er denkt und es in ihm rattert, aber die Schlagfertigkeit nur bei mir zu finden ist. Normalerweise bin ich bei ihm Schlagfertig, wirklich. A...

Stehengeblieben.

Wir erinnern. Wir denken zurück. Manchmal verdrängen oder vergessen wir aber auch einfach. Manchmal wollen wir den Abend mit nichts auf der Welt vergleichen. Den Grund dafür gibt es eigentlich nicht. Also ich kenne den Grund nicht. Der Abend war nicht schlimm und trotzdem habe ich mich gegen ihn entschieden. Und ehrlich gesagt habe ich einfach nicht mehr daran gedacht. Vielleicht an ihn, ab und zu. Immer mal wieder wenn eine Nachricht auf meinem Handy aufgeploppt ist und mir seinen Namen unter die Nase gerieben hat. Aber das war auch alles mehr als unregelmäßig. Ich habe mich nicht auf ihn verlassen. Ich habe mich nicht auf ihn eingelassen. Dafür gab es Gründe, sogar mehr als zwei. Es waren zu viele Stimmen, die ihn nicht in das beste Licht gerückt haben. Auch wenn ich normalerweise mich dafür interessiere, den Stimmen habe ich vertraut. Außerdem war da ja dieser andere Junge. Dieser Junge, der schon immer da war und ich endlich verstanden habe, dass es mehr sein könnte. Und wie...

Aber es ist einfach so.

Ich will aufhören an ihn zu denken.  Ich will aufhören Herzklopfen zu bekommen, wenn ich denke er steht vor mir. Ich will aufhören mir Gedanken darüber zu machen, wie ich ihm beibringe, dass ich ihn mag. Das ich ihn toll finde. Das ich ihn gerne küssen würde. Eigentlich dachte ich immer, ich wäre so gut darin, Menschen meine Gefühle beizubringen. War ich auch immer. Ich konnte schon immer in nur wenigen Sätzen meiner Mama sagen wie es mir geht. Meine Freunde wussten schon nach zwei Blicken wie es mir geht. Und wenn es mal tiefer ging, intensiver mit Gefühlen, dann war ich immer der Vorreiter.  Zu Not nahm ich einen Stift, schrieb all das auf, was mir in der ersten Minute in den Sinn kam. Ich konnte das schon immer ganz gut. Mit Wörtern um mich werfen und hoffen, dass die Leute verstehen, wie mein Herz schlägt. Wieso also kann ich es nicht bei dem Menschen, der mich in allen Situationen erlebt hat? Bei dem ich zu hundert Prozent so sein kann, wie ich bin. Bei dem i...

Denn vielleicht sind die neuen Bilder die entstehen werden, einfach besser.

Es ist wieder an der Zeit! Die Seiten voller Vorhersagen sind gefüllt, bereit um durchgeblättert zu werden. Ich rede von all den Horoskopen. Sie prophezeien uns ein gutes neues Jahr, was anderes wollen wir doch auch gar nicht hören oder? Doch das erste Mal steht bei mir wirklich alles so, als würde das nächste Jahr perfekt werden. Und ich glaube es, wirklich. Denn ich habe es im Gefühl, dass endlich die kleine dunklen Wolken sich verflogen haben. Warum sollten sie denn auch nicht endlich mal gewichen sein und der Sonne den  Vortritt gegeben haben? Das erste Mal ist nicht von einem Neustart in meinem Kopf die Rede, nein das einzige was steht ist eine Entwicklung, eine Verbesserung. Das Jahr ist noch nicht zu Ende und hatte schon den Neuanfang eingeleitet. Neuer Mut, neue Pläne, neue Abenteuer, neue Freunde, neue Geschichten, ein neuer Computer um all die Geschichten zu sammeln, die ich erlebt habe, ein neuer Lieblingsduft, der die Spuren verdeutlicht die ich lege, ein neues H...

Everything is blue

Ich habe sie gehasst. Verachtet. Veränderungen. Ich habe nie verstanden warum es das überhaupt gibt. Warum sich mein Leben ändert, warum sich die Leute um mich verändern, warum die gesamte Menschheit sich auf den 31.12 freut und hofft, dass eine Veränderung eintrifft. Ich habe es nie verstanden, verabscheut. Das Eintönige, das Gleiche, ich habe es geliebt. Es war mir nicht fremd, ich wusste wie es funktioniert. Welche Knöpfe zu welchem Ergebnis führten. Meine Wochen waren strukturiert, ich wusste was jeden einzelnen Tag passierte,  wovor ich angst haben sollte und worauf ich mich freuen konnte. Doch das Leben ist nicht nur schwarz weiß, nicht nur dieser eine Weg bringt dich Richtung Erfolg und Glück. Der Weg ist das Glück, oder etwa nicht? Wenn links und rechts Freunde stehen und dir zu lächeln, wenn hin und wieder dieser Typ auftaucht, von dem du weißt, dass er nicht gut ist, aber der in dem Moment der einzige ist, der das Lächeln in deinem Gesicht noch breiter werden lässt. De...