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When we walk away

Ich wollte immer reisen, immer weit weg. Zwar nicht alleine, aber eben mit meinen Freunden, einfach weil ich mich kennenlernen wollte. Den Ort ergründen wollte, an dem ich mein ganzes Leben verbringen werde. Da waren immer all diese schönen Bilder, immer die Strände, Cafés und die Menschen, die mich in ihren Bann gezogen haben. Zu denen ich wollte. Ich dachte, wenn ich weg bin, dann bin ich glücklich. Zuhause konnten meine Mundwinkel nie einem Lächeln standhalten. Zu viele Geschichten und Momente lasteten auf mir, die in all den Straßen um mich herum wieder aufkeimten und mich erinnern ließen.


Die winzigen Ballons über mir, was eigentlich nur schlicht meine Lichterkettenkugeln sind. Die CD die ich schon in und auswendig kenne. All die Kissen und Decken um mich, die nach niemand anderem als mir riechen. Zuhause, eingehüllt von alten Erinnerungen, umgeben von all den alten Bildern. Das, auf dem mich meine Oma fest in den Arm nimmt und wir beide in die Kamera grinsen, ich mit meinem schönen …
Letzte Posts

Nie was besseres gemacht, als dem sich hinzugeben.

Es sollten öfter die alten Lieder in das Zimmer strömen und meine Finger zum Leben erwecken. In meinem Kopf die kleinen Zahnräder zum laufen bringen und die Knospen der Erinnerung aufgehen lassen. Damit es wieder beginnt, der Rausch der Gedanken, der mich mitzieht und mir wieder klar macht, wer ich bin und welcher Wirbelsturm gerade in mir wütet. Ich krame nach all den Vergleichen, all den Schleifen, die ich um meine, doch eigentlich so simplen Gedanken winden kann, damit sie nicht so leblos und grau wirken. Aber eigentlich sind sie das. Im Moment, stürmt da oben ein grauer wind, der nicht weiß in welche Richtung er mich lotsen soll.  Er hat meine Hand langsam losgelassen und hat die Straße überquert, ist weiter gelaufen, weiter in die Welt hinaus, in der er sich so wohl fühlt. Mit all dem Freiheitswind um die Nase. Vor mir ist da aber immer noch die graue Kreuzung, die mich verschlingen will, mich zu einer Entscheidung drängen will, denn man muss doch wohl seinen Weg kennen, den man geh…

So I heard you found somebody else.

Da gab es dieses letzte Fünkchen Hoffnung.  Er war vor meinem Auge, wenn die winzigen Tropfen aus mir kamen, sich die Tränen ihren Weg über mein Gesicht bahnten und eine salzige Spur hinterließen. Er war bei mir zu allen Zeiten. Es ist Vergangenheit. Viele Typen kamen und gingen wieder, ein paar sind vielleicht in Erinnerung geblieben, Nummern sind noch immer im Handy gespeichert. Aber da gab es eben ihn und dieses Gefühl. Keiner konnte ihm das Wasser reichen, weil er immer nur Fiktion war, keine Macken hatte und nicht meiner Vorstellung Wiedersprechen konnte.  Das Schusslicht, der letzte Blitz, der über den Himmel zieht, auf all das habe ich gewartet. Aber in meinem Leben läuft es nicht so, da machen sich die Leute nicht schnell aus dem Staub und dann setzt der Herzschmerz ein und die Taschentücher können nass werden. In meinem Leben ticken die Uhren anders, da dauert es langsam, bis wir uns endgültig verabschieden und uns neue Inseln suchen zum verschanzten, sei es besser als davor. Ich …

Yeah you should be loving someone.

Da hängen tausend Bilder von irgendwelchen Mädchen, ich kenne nicht ihre Namen. Nicht den Grund warum sie in die Kamera lächeln und weiß auch nicht, ob es wirklich ihr Style ist, den sie tragen. Trotzdem hängen die Bilder da, ich mag die Atmosphäre die sie in mein Zimmer bringen, ich mag die Stille, die sie mit sich bringen und die verschiedenen Gefühle, die man erkennen kann. Manchmal, da starre ich stundenlang drauf, nur um zu verstehen, das es da vielleicht noch mehr draußen in der Welt gibt. Vielleicht mehr Menschen, die das anziehen, was ich anziehe. Die das hören, was ich höre. Die aus dem gleichen Grund lachen wie ich und nicht weg sehen, wenn Menschen, andere ausschließen.
Die Regenbogenfarben lassen den ganzen Raum erleuchten, alle Herzen schlagen im gleichen Takt und alle singen eine Zeile. Yeah, you should be loving someone. Ich habe lange gebraucht, um wirklich das große Ganze zu verstehen. Auch wenn ich lange gedacht habe, zu wissen wie ich glücklich sein kann, wie die Welt …

And it was us, just for a while.

„Manchmal ist es besser an sich zudenken, auch wenn da noch Gefühle sind“, ihre Worte brechen aus ihr heraus. In ihren Augen stehen Tränen und das Glück ist geflohen, aber sie will trotzdem zeigen, dass sie lebt und das Glück wieder kommen wird.
Vor mir stehen dampfende Pommes, ich starre auf seinen Rücken, sein hell-graues Shirt, seine Gelbe Cap. Ich kann nicht sagen wieso, aber erst jetzt, fast ein Jahr später verstehe ich so vieles und fällt mir wieder ein. Begebenheiten, das Gefühl von Unbehagen und das Unverständnis, das zwischen uns herrschte. Der Typ dreht sich zu mir um und grinst, dann sehe ich wieder seinen Rücken. Muskulös, in ein großes hell-graues Shirt verpackt. Das gelb strahlt mich an. Es ist meine Welt, das ruhige, das große Klamotten tragen, das ungeschminkte, fettige Pommes essen, das nicht gemachte Haare, -Gefühl. Wir reden über die Leute, die Gebäude in denen ich war, die ich kennengelernt habe, all die Erinnerungen, die schon verblasst sind. All das was mich ausmach…

Allow

Ich warte auf den Knall.  Das tue ich schon seit Jahren. Ich warte auf eine Bombe die einschlägt und unsere Freundschaft endgültig beendet und den tiefen Schmerz frei setzt, der einfach nicht eintreten will. Darauf, dass endlich in meinem Kopf der Schalter umgelegt wird und ich kapiere, dass er eine andere liebt, das es seine Freundin ist und ich aufhöre sie zu ignorieren. Darauf, dass meine Tränen fließen, weil er immer meine Nummer eins bleiben wird, obwohl er nie wirklich Kenntnis von mir genommen hat, ich aber noch Jahre danach Herzklopfen bekomme, wenn ich ihn sehe.


Es gibt Leben, in denen nichts gleich ist. In denen ständig neue Dinge passieren und man von außen andauernd auf den neusten Stand gebracht werden muss, weil so unglaublich viel passiert. Neue Kerle, neue Gefühle, neue Freunde, neue Gründe für Tränen und neue Zerwürfnisse mit freudiger Versöhnung. Bei mir läuft das alles anderes. Es ist nicht so, dass sich in meinem Leben nichts verändern würde, das war noch nie so. Versc…

Na und.

Es ist die Ausstrahlung, das Auftreten, all die Bider bei Instagram, der perfekte Körper, kein Gramm zu viel, alles super ausgeleuchtet, das Lachen an der richtigen Stelle, dass uns das Glück zeigt. Die gebräunten Beine, der Highleighter, der so wunderschön auf dem Nasenrücken und den Wangenknochen schimmert, die Schrittfolge, der Bewegungsablauf, der Gang, der alle anderen zwingt hinzusehen, die Haare, die fallen, als wären sie gerade frisch gewaschen und drei Stunden geföhnt worden. Das Outfit, das aussieht, als wäre es aus der letzen Zeitschriften Ausgabe, von einem Topmodell kopiert worden. Der Geschmack eben, der sind im Zimmer, den Klamotten, den Tanzschritten und in der Musik widerspiegelt, auf den alle neidisch sind.
Das war das Stichwort. Neid. 
Es ist Sonntag, eigentlich müssten wir für die Schule lernen, der Familie helfen oder einfach Sinnvolle Dinge erledigen. Aber die Puste ist uns allen ausgegangen, weil die Sonne vergessen hat zu scheinen und weil uns der Regen noch tief…