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Ich warte auf den Knall.  Das tue ich schon seit Jahren. Ich warte auf eine Bombe die einschlägt und unsere Freundschaft endgültig beendet und den tiefen Schmerz frei setzt, der einfach nicht eintreten will. Darauf, dass endlich in meinem Kopf der Schalter umgelegt wird und ich kapiere, dass er eine andere liebt, das es seine Freundin ist und ich aufhöre sie zu ignorieren. Darauf, dass meine Tränen fließen, weil er immer meine Nummer eins bleiben wird, obwohl er nie wirklich Kenntnis von mir genommen hat, ich aber noch Jahre danach Herzklopfen bekomme, wenn ich ihn sehe.


Es gibt Leben, in denen nichts gleich ist. In denen ständig neue Dinge passieren und man von außen andauernd auf den neusten Stand gebracht werden muss, weil so unglaublich viel passiert. Neue Kerle, neue Gefühle, neue Freunde, neue Gründe für Tränen und neue Zerwürfnisse mit freudiger Versöhnung. Bei mir läuft das alles anderes. Es ist nicht so, dass sich in meinem Leben nichts verändern würde, das war noch nie so. Versc…
Letzte Posts

Na und.

Es ist die Ausstrahlung, das Auftreten, all die Bider bei Instagram, der perfekte Körper, kein Gramm zu viel, alles super ausgeleuchtet, das Lachen an der richtigen Stelle, dass uns das Glück zeigt. Die gebräunten Beine, der Highleighter, der so wunderschön auf dem Nasenrücken und den Wangenknochen schimmert, die Schrittfolge, der Bewegungsablauf, der Gang, der alle anderen zwingt hinzusehen, die Haare, die fallen, als wären sie gerade frisch gewaschen und drei Stunden geföhnt worden. Das Outfit, das aussieht, als wäre es aus der letzen Zeitschriften Ausgabe, von einem Topmodell kopiert worden. Der Geschmack eben, der sind im Zimmer, den Klamotten, den Tanzschritten und in der Musik widerspiegelt, auf den alle neidisch sind.
Das war das Stichwort. Neid. 
Es ist Sonntag, eigentlich müssten wir für die Schule lernen, der Familie helfen oder einfach Sinnvolle Dinge erledigen. Aber die Puste ist uns allen ausgegangen, weil die Sonne vergessen hat zu scheinen und weil uns der Regen noch tief…

Start again

Ich lese ihre wenigen Worte. Ironisch und mit einem fetten Zwinkern. Und ich lache. Eine kleine Glückswelle schlägt gegen meine Seele und lässt sie für wenige Sekunden aufleuchten. Gerade noch war ich in einen Text vertieft, es ging um Mut, das Selbstbewusstsein  und das Ich-Gefühl. Ich wollte, dass er mich endlich wieder mitreißt in meine Gedankenwelt, in der ich schon so lange nicht mehr war. Viel zu lange habe ich keine Buchstaben aneinander gereiht und daraus meine Regeln, Ereignisse und Kunststücke gebaut. Viel zu lange habe ich mich immer wieder gezwungen über diesen Kerl nachzudenken, zu einem Ergebnis zu kommen und über ihn einen Text zu schrieben der Abschließt. Viel zu lange wollte ich schon einen Text zu dem Ende schreiben. Über all das was in meinen letzten Monaten passiert ist. Aber irgendwie schaffe ich das alles noch nicht, nicht weil ich nicht damit klar komme. Vielleicht einfach deswegen, weil ich niemanden verletzten will, weil ich mir noch nicht über alles sicher bin…

If I do, I do.

Wir warten auf diesen einen Tag. Egal ob wir uns einreden, dass es egal ist ob wir alleine sind oder einen Freund haben.  Wir warten auf diesen einen Tag. Egal ob unser Freund uns die Rose überreicht oder wir ausgemacht haben, uns dieses Jahr nichts zu schenken. Wir warten auf ein Zeichen. Eine Nachricht. Eine kleine Überraschung. Und ehrlicherweise können wir nur enttäuscht werden, weil unsere Erwartungen zu groß sind. Die Plakate an sämtlichen Schaufenstern preisen den Tag an, Werbungen sind voller Herzen und überall kann man die Liebe flüstern hören. Wir kennen alle den Spruch, dass man sich jeden tag lieben sollte. Trotzdem aber warten wir auf den Tag und haben Erwartungen und können eigentlich nichts dagegen machen. Ich weiß selbst nicht wie ich mit dem Tag umgehen werde. ich weiß nicht ob ich ihn sehen werde oder nicht, wir haben uns auf die spontane Version geeignet. Ich weiß nicht wirklich was ich von all den Herzen in der Luft halten soll und diesen Rosen vor allem, ich kann bei …

Liebesbrief statt Liebeserklärung.

Ich schreibe dir einen Liebesbrief. Ich schreibe dir fünf Seiten in denen ich dich schweben lasse. Ich würde meine Fantasie für dich explodieren lassen. Aber ich mache dir keine Liebeserklärung. Ich kann das nicht. Meine Lippen können meine Gedanken nicht einfangen, nur meine Hände können das. Meine Fingerspitzen die über die Tasten zum Takt der Musik tanzen, nur mein Daumen und Zeigefinger, die den Stift über das Blatt führen und ihn die tollsten Wörter, die tollsten Sätze auf ein Papier pressen lassen. Ich schriebe dir einen Liebesbrief. Voller Ehrlichkeit, voller Momente und voller Schmunzeln. Aber ich werde dir keine Liebeserklärung machen.

Ich bin zu ängstlich für ehrliche Wort gegenüber ihm. Normalerweise liebe ich nämlich Aussprachen, ich kann es mit Formulierungen um mich werfen und zusehen wie mein Gegenüber sich windet. Wie er denkt und es in ihm rattert, aber die Schlagfertigkeit nur bei mir zu finden ist. Normalerweise bin ich bei ihm Schlagfertig, wirklich. Aber nicht in so…

Stehengeblieben.

Wir erinnern. Wir denken zurück. Manchmal verdrängen oder vergessen wir aber auch einfach. Manchmal wollen wir den Abend mit nichts auf der Welt vergleichen. Den Grund dafür gibt es eigentlich nicht. Also ich kenne den Grund nicht. Der Abend war nicht schlimm und trotzdem habe ich mich gegen ihn entschieden. Und ehrlich gesagt habe ich einfach nicht mehr daran gedacht. Vielleicht an ihn, ab und zu. Immer mal wieder wenn eine Nachricht auf meinem Handy aufgeploppt ist und mir seinen Namen unter die Nase gerieben hat. Aber das war auch alles mehr als unregelmäßig. Ich habe mich nicht auf ihn verlassen. Ich habe mich nicht auf ihn eingelassen. Dafür gab es Gründe, sogar mehr als zwei. Es waren zu viele Stimmen, die ihn nicht in das beste Licht gerückt haben. Auch wenn ich normalerweise mich dafür interessiere, den Stimmen habe ich vertraut. Außerdem war da ja dieser andere Junge. Dieser Junge, der schon immer da war und ich endlich verstanden habe, dass es mehr sein könnte. Und wieder begin…

Aber es ist einfach so.

Ich will aufhören an ihn zu denken.  Ich will aufhören Herzklopfen zu bekommen, wenn ich denke er steht vor mir. Ich will aufhören mir Gedanken darüber zu machen, wie ich ihm beibringe, dass ich ihn mag. Das ich ihn toll finde. Das ich ihn gerne küssen würde.
Eigentlich dachte ich immer, ich wäre so gut darin, Menschen meine Gefühle beizubringen. War ich auch immer. Ich konnte schon immer in nur wenigen Sätzen meiner Mama sagen wie es mir geht. Meine Freunde wussten schon nach zwei Blicken wie es mir geht. Und wenn es mal tiefer ging, intensiver mit Gefühlen, dann war ich immer der Vorreiter.  Zu Not nahm ich einen Stift, schrieb all das auf, was mir in der ersten Minute in den Sinn kam. Ich konnte das schon immer ganz gut. Mit Wörtern um mich werfen und hoffen, dass die Leute verstehen, wie mein Herz schlägt. Wieso also kann ich es nicht bei dem Menschen, der mich in allen Situationen erlebt hat? Bei dem ich zu hundert Prozent so sein kann, wie ich bin. Bei dem ich mich noch nie verstelle…