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Ich verdränge euch nur noch. Will mich mit euch nicht mehr beschäftigen, nicht mehr über euch reden. Kann euch nicht mehr sehen. Alles in meinem Kopf ist matsche und durcheinander gemischt, nichts ist mehr so wie es mal wahr. Manchmal da bin ich glücklich, finde alles in den Kopfschubladen, weiß wohin ich gehöre, stehe hinter mir und stütze meine Schultern, bringe mich selbst zum lachen und fühle mich vollkommend mit meiner Welt, ich sehe die Blumen tanzen und zähle die Sonnenstrahlen. Doch dann kommt wieder ein Windstoß und bringt alles ordentlich durcheinander und ich weiß gar nichts mehr, verkrieche mich nur noch und verstecke mich in anderen Leben, um ja nicht über meines nachzudenken. Träume mich in die Zukunft, damit mich ja nicht die Gegenwart auffressen kann.


Ich antworte nicht mehr, sehe hin, dass ich innerlich vereinsame und starre das Handy mit all den Nachrichten an, ob ich denn nicht wieder mal was machen möchte. Aber nein, ich möchte nichts machen, denn ich bin zu zersplitte…
Letzte Posts

Take me on your dream.

Ich vermisse dich. Und ich weiß, dass du mich auch vermisst. Ich vermisse mich.
Ich vermisse all meine Gedanken, all meine Zweifel, all meine Glückshickser und meine Tränenfluten. Das Ich-Gefühl und den Weg, den ich dann doch nicht gehe. Meine Freunde und das Rausgehen, das draußen herumtollen, wie ein kleines Löwenkind, das zum erstmal Sand unter seinen Pfoten spürt.  All die Wellen, die mich mitreißen und mich zu einem neuen Gefühlshoch katapultieren, die mich in irgendwelche Männerarme spülen und für den winzigen Moment denken lassen, dass er es ist, der meine Welt ändern wird. Und in dem Moment glaube ich es wirklich, aufrichtig, voll und ganz. Glaube an das was zwischen uns passiert, an mich und meine Stärke die Vergangenheit endlich ruhen lassen zu können. Ich vermisse meine Sucht danach, mich verlieben zu wollen und meinen Verstand mit rosa Gefühlen benebeln zu lassen.


Über mir liegt ein Schleier, durch den ich nicht durch komme. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, wann er begonnen…

Pressure

Ich habe Angst.  Angst davor, nicht richtig zu sein. Das falsche zu fühlen, das falsche zu denken, einen Geschmack zu haben, der nicht der Mehrheit entspricht. Zu oft beginne ich mich zu vergleichen. Habe bei so vielen Gesprächen schon Sätze verschwiegen, die ich hätte gerne sagen wollen. Habe mein Ich, mein Inneres verleugnet und aus mir jemand anderen gemacht.
Ich bin noch nicht sehr alt. Ich kann nicht mit Lebenserfahrung glänzen, jedenfallslls nicht, wenn man diese in Jahren misst.  Trotzdem habe ich schon einiges erlebt, habe schon einige Erfahrungen gemacht, gute und schlechte. Manchmal habe ich das Gefühl, die schlechten überwiegen. Ich habe schon so viele Sprüche gehört, habe mich schon so oft versteckt, bin weggelaufen. Vor mir selbst, vor meiner Geschichte.


Doch irgendwann habe ich angetangen, mich zu fragen, was ich denn schön fände, an all den Menschen, die ich toll finde. Warum drehe ich mich nach dem Mädchen um, das an mir in der Straße vorbei geht? Warum kann ich nicht aufhör…

Sonnenstrahlen zählen.

Es ist nicht mal ein Jahr her.  Trotzdem habe ich meine eigenen Worte, meine eigenen Gedanken vergessen.  Habe das, was mich auf meine kleine Glückswolke katapultiert hat, mir eine neue Welt geöffnet hat, verdrängt. Habe es fallen gelassen, bin daran vorbei gerannt, habe es einfach vergessen wieder auf zu heben. Mich daran zu erinnern.

"Wir sollten jemanden lieben und meiner Meinung ist es vollkommend egal wer das ist, egal welches Alter, welche Größe und welche Herkunft, welches Geschlecht, welcher Name. All diese Einschränkungen, die in den Köpfen der Menschen herum schwirren können wir doch nur für eine winzige Sekunde bei Seite legen. Dafür einfach mal das Herzklopfen spüren und das lächeln betrachten. Wir können uns in alles verlieben, in einen Moment, in einen Ort oder in unsere Freunde. Liebe hat nicht mit Geben zu tun, es ist nur für uns. Es gleicht uns aus, macht uns glücklich und ich denke auch sanfter."
 Mir ist klar, dass ich Worte meiner Lehrer vergessen kann.  Dass ic…

Pretend

Und dann habe ich irgendwann einfach angefangen meinem Herzen etwas vorzuspielen. Einfach weil ich den schmerz nicht mehr spüren wollte, das taubheitsgefühl mich gelähmt hat und ich keinen Atem mehr hatte um Luft zu holen und wieder von neuem anzufangen. Das positive steht mir, ich mag mein Lächeln und meinen Gang. Ich mag das Selbstbewusstsein, das ich habe, wenn er vor mir steht, ich den Kopf leicht in den Nacken lege und wieder mal überlege, wer er ist. Mittlerweile sind so viele Charakter und Gefühle in mir vereint, dass es keine Definition mehr für mich gibt. Keiner kann mehr sagen, was ich bin, mal das und einen Tag danach jemand anderes. So ist das eben, wenn man sich selbst sucht, jede Minute. Doch irgendwann lernt man damit umzugehen. Irgendwann bin ich stehengeblieben und habe meinem rennenden Ich nachgesehen. Habe all den Menschen nachgesehen, die ein Teil von mir haben, all denen ich hinterhergelaufen bin, obwohl ich gar nicht wusste warum eigentlich. Dann sitze ich in dieser…

I was so much younger yesterday.

Wahrscheinlich dachte ich, ich könnte ewig weglaufen. Vor der Vergangenheit, vor der Zukunft, vor den Gedanken die mich aufgefressen hätten. Aber jetzt ist es wieder da, das ganze Jahr zieht an mir vorbei, als wäre es ein Tag gewesen. All die Tränen, all das Grinsen, all das Hüpfen, das neue ich, das eigentlich noch immer so aussieht, wie das Spiegelbild von vor ein paar Monaten. Das Herz schlägt immer noch im gleichen Takt und trotzdem, ist in mir so viel passiert. Ich habe so viel gelernt und erfahren. Über Freundschaft, über Leben, über Glück und über Liebe. Selbstliebe. Manchmal da würde ich gerne einfach auf eine Wiese treten, für ein paar Minuten an einen Ort, an dem man ruhig denken kann, ohne von all den anderen Gefühlen in mir angeschrien zu werden. Manchmal da würde ich mir wünschen, einfach denken zu können, ohne von Erinnerungen bestimmt zu werden, in welche Richtung meine Entscheidung driften sollte. Manchmal, da würde ich auch gerne einfach keine Entscheidungen treffen müs…

Glück auf Papier

Der Adrenalinstoß zuckt durch meinen Körper und der Bass setzt meinen Herzschlag aus, für Sekunden, dann wird alles in mir nur noch von Musik bestimmt. Nur noch von dem atemberaubenden Glücksgefühl, dem Rausch der um mich und in mir herrscht. Alles ist eins, keine miesen Gefühle, das nichts erobert mich, die Blase des Umkippens und die leichte Übelkeit schwingt mit, die reißende Welle der Freiheit. Ich halte die drei Karten in meiner Hand. Habe mir drei Abende voller Spaß und Zufriedenheit erkauft. Einen Radierer für meine Gedanken, der mich drei volle Nächte an nichts anderes, als die Musik denken lässt. Jede Beziehung, jedes Gefühl der Angst, alles was mich innerlich fast auffrisst wird unscheinbar und erscheint erst viel weiter hinten im Morgengrauen. Das ist es wohl was wir leben nennen. Das Hüpfen und tanzen, nicht zu wissen wo unsere Grenzen liegen und kurz davor zu sein all die Kontrolle zu verlieren, die wir uns mühselig aufgebaut haben. Das ist also das lebensgefühl, auf das wi…