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Ach ja. Stimmt. Ich bin ja auch ein Mensch.

Ich schlucke. Noch ein zweites mal. Jeder Mensch hat seine Schiene. Und man selbst ist der Zug. Irgendwie wurde einem von früh auf in die Wiege gelegt, was man wie tut. Warum auch immer. Wenn man versucht auszubrechen, etwas anders zu tun. Dann ist das schlecht, denn nur der alltägliche Trott des Menschenlebens ist gut. Eigentlich stimmt das ja auch alles. So kann man vor wirklich schlimmen Sachen sich ein klein wenig schützen. Aber doch nicht vor allem. Ich habe im Moment einfach keine Lust, die kleine anständige zu sein. Nein ich habe einfach kein bedarf an diesem Leben.
Ja meinnet wegen nennt man es naiv. Oder auch irgendwie anders. Vielleicht denke ich zu viel für mein Alter und will zu viel machen. Aber eigentlich ist es nicht sehr viel. Ich will einfach glücklich sein. Ich will lachen ohne in meinen Augen Tränen zu haben. Ich will das ich mich einfach einmal sicher fühle, ohne Angst zu haben das mir gleich ein Pfeil von hinten durch die Brust ins Auge geschossen wird. Hm ja es ist nicht viel. Aber viele wollen es. Dieses Glück. Das irgendwie mit dieser Liebe zu tun hat. Ich mag sie nicht. Sie verändert so viel. Auch dich. Deine Gefühle und dein Lachen.
 
 
Aber wir alle treten in die gleichen Fußstapfen.
 Mal sind wir glücklich.
Mal nicht.
Manchmal verläuft sich alles und wir wissen einfach nicht mehr wohin.
 
 
 
Liebe Grüße.
Ohne Gedanken.
 


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Ich lese ihre wenigen Worte. Ironisch und mit einem fetten Zwinkern. Und ich lache. Eine kleine Glückswelle schlägt gegen meine Seele und lässt sie für wenige Sekunden aufleuchten. Gerade noch war ich in einen Text vertieft, es ging um Mut, das Selbstbewusstsein  und das Ich-Gefühl. Ich wollte, dass er mich endlich wieder mitreißt in meine Gedankenwelt, in der ich schon so lange nicht mehr war. Viel zu lange habe ich keine Buchstaben aneinander gereiht und daraus meine Regeln, Ereignisse und Kunststücke gebaut. Viel zu lange habe ich mich immer wieder gezwungen über diesen Kerl nachzudenken, zu einem Ergebnis zu kommen und über ihn einen Text zu schrieben der Abschließt. Viel zu lange wollte ich schon einen Text zu dem Ende schreiben. Über all das was in meinen letzten Monaten passiert ist. Aber irgendwie schaffe ich das alles noch nicht, nicht weil ich nicht damit klar komme. Vielleicht einfach deswegen, weil ich niemanden verletzten will, weil ich mir noch nicht über alles sicher bin…

I was so much younger yesterday.

Wahrscheinlich dachte ich, ich könnte ewig weglaufen. Vor der Vergangenheit, vor der Zukunft, vor den Gedanken die mich aufgefressen hätten. Aber jetzt ist es wieder da, das ganze Jahr zieht an mir vorbei, als wäre es ein Tag gewesen. All die Tränen, all das Grinsen, all das Hüpfen, das neue ich, das eigentlich noch immer so aussieht, wie das Spiegelbild von vor ein paar Monaten. Das Herz schlägt immer noch im gleichen Takt und trotzdem, ist in mir so viel passiert. Ich habe so viel gelernt und erfahren. Über Freundschaft, über Leben, über Glück und über Liebe. Selbstliebe. Manchmal da würde ich gerne einfach auf eine Wiese treten, für ein paar Minuten an einen Ort, an dem man ruhig denken kann, ohne von all den anderen Gefühlen in mir angeschrien zu werden. Manchmal da würde ich mir wünschen, einfach denken zu können, ohne von Erinnerungen bestimmt zu werden, in welche Richtung meine Entscheidung driften sollte. Manchmal, da würde ich auch gerne einfach keine Entscheidungen treffen müs…

Na und.

Es ist die Ausstrahlung, das Auftreten, all die Bider bei Instagram, der perfekte Körper, kein Gramm zu viel, alles super ausgeleuchtet, das Lachen an der richtigen Stelle, dass uns das Glück zeigt. Die gebräunten Beine, der Highleighter, der so wunderschön auf dem Nasenrücken und den Wangenknochen schimmert, die Schrittfolge, der Bewegungsablauf, der Gang, der alle anderen zwingt hinzusehen, die Haare, die fallen, als wären sie gerade frisch gewaschen und drei Stunden geföhnt worden. Das Outfit, das aussieht, als wäre es aus der letzen Zeitschriften Ausgabe, von einem Topmodell kopiert worden. Der Geschmack eben, der sind im Zimmer, den Klamotten, den Tanzschritten und in der Musik widerspiegelt, auf den alle neidisch sind.
Das war das Stichwort. Neid. 
Es ist Sonntag, eigentlich müssten wir für die Schule lernen, der Familie helfen oder einfach Sinnvolle Dinge erledigen. Aber die Puste ist uns allen ausgegangen, weil die Sonne vergessen hat zu scheinen und weil uns der Regen noch tief…