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Gefunden unter dem Stichwort: Erinnerung, Liebe ♥

Es ist jetzt fast ein Jahr her. Wie schnell kann die Zeit eigentlich vergehen.
Vor einem Jahr habe ich dich das letzte mal gesehen. So richtig. Wir beide in einem Raum. Wir beide mit hundert Minuten Blickkontakt. Wir beide in einer Welt. Alle anderen um uns herum, waren wo anderes.
Ich kann es immer noch nicht glauben, wie leicht die Zeit verging. Ich hätte nie gedacht das ich ohne dich auch nur einen Atemzug nehmen kann. Aber ich konnte. Ich lebe, ich sehe nach vorne. Ich kann nicht sagen das ich dich wirklich vermisse. Ich kann nicht sagen was das zwischen uns war. Ich kann auch nicht sagen ob es irgend wann mal was werden wird.
Mein Kopf ist voller Gedanken. Ich bin stolz. Ja und glücklich. So unendlich froh, dass ich all das durch gestanden habe. Ich habe die Trennung ohne einen wirklichen Schmerz überstanden. Im nachhinein kann ich lächeln, wenn ich an dich denke. Ich bin dir dankbar was du mir alles beigebracht hast. Was du mir über mich beigebracht hast. Über diese Liebe die ich nie ganz verstehen werde.
Und trotzdem behalte ich dich in meiner Erinnerung mit einer roten Rose in der Hand, mit der tief schwarzen Fliege um deinen Hals, mit dem Lächeln auf den Lippen. 
Ich könnte deinen ganzen Körper aufzählen. Jedes einzelne Haar könnte ich beschreiben. Und letzten Endes sind es alles nur wunderschöne Erinnerungen. Ich schließe das Buch für eine Zeit mit einem kribbeln im Magen. Aber irgendwann werde ich wieder kommen, es aufschlagen und vielleicht werden wir die Geschichte auch irgendwie zu Ende schreiben, ihr einen anderen roten Faden geben. 
Vielleicht aber auch nicht, vielleicht bleibst du für immer in meinem Herzen, ganz tief vergraben als eine der ersten Erinnerungen unter dem Stichwort Liebe.

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I was so much younger yesterday.

Wahrscheinlich dachte ich, ich könnte ewig weglaufen. Vor der Vergangenheit, vor der Zukunft, vor den Gedanken die mich aufgefressen hätten. Aber jetzt ist es wieder da, das ganze Jahr zieht an mir vorbei, als wäre es ein Tag gewesen. All die Tränen, all das Grinsen, all das Hüpfen, das neue ich, das eigentlich noch immer so aussieht, wie das Spiegelbild von vor ein paar Monaten. Das Herz schlägt immer noch im gleichen Takt und trotzdem, ist in mir so viel passiert. Ich habe so viel gelernt und erfahren. Über Freundschaft, über Leben, über Glück und über Liebe. Selbstliebe. Manchmal da würde ich gerne einfach auf eine Wiese treten, für ein paar Minuten an einen Ort, an dem man ruhig denken kann, ohne von all den anderen Gefühlen in mir angeschrien zu werden. Manchmal da würde ich mir wünschen, einfach denken zu können, ohne von Erinnerungen bestimmt zu werden, in welche Richtung meine Entscheidung driften sollte. Manchmal, da würde ich auch gerne einfach keine Entscheidungen treffen müs…

Yeah you should be loving someone.

Da hängen tausend Bilder von irgendwelchen Mädchen, ich kenne nicht ihre Namen. Nicht den Grund warum sie in die Kamera lächeln und weiß auch nicht, ob es wirklich ihr Style ist, den sie tragen. Trotzdem hängen die Bilder da, ich mag die Atmosphäre die sie in mein Zimmer bringen, ich mag die Stille, die sie mit sich bringen und die verschiedenen Gefühle, die man erkennen kann. Manchmal, da starre ich stundenlang drauf, nur um zu verstehen, das es da vielleicht noch mehr draußen in der Welt gibt. Vielleicht mehr Menschen, die das anziehen, was ich anziehe. Die das hören, was ich höre. Die aus dem gleichen Grund lachen wie ich und nicht weg sehen, wenn Menschen, andere ausschließen.
Die Regenbogenfarben lassen den ganzen Raum erleuchten, alle Herzen schlagen im gleichen Takt und alle singen eine Zeile. Yeah, you should be loving someone. Ich habe lange gebraucht, um wirklich das große Ganze zu verstehen. Auch wenn ich lange gedacht habe, zu wissen wie ich glücklich sein kann, wie die Welt …

Take me on your dream.

Ich vermisse dich. Und ich weiß, dass du mich auch vermisst. Ich vermisse mich.
Ich vermisse all meine Gedanken, all meine Zweifel, all meine Glückshickser und meine Tränenfluten. Das Ich-Gefühl und den Weg, den ich dann doch nicht gehe. Meine Freunde und das Rausgehen, das draußen herumtollen, wie ein kleines Löwenkind, das zum erstmal Sand unter seinen Pfoten spürt.  All die Wellen, die mich mitreißen und mich zu einem neuen Gefühlshoch katapultieren, die mich in irgendwelche Männerarme spülen und für den winzigen Moment denken lassen, dass er es ist, der meine Welt ändern wird. Und in dem Moment glaube ich es wirklich, aufrichtig, voll und ganz. Glaube an das was zwischen uns passiert, an mich und meine Stärke die Vergangenheit endlich ruhen lassen zu können. Ich vermisse meine Sucht danach, mich verlieben zu wollen und meinen Verstand mit rosa Gefühlen benebeln zu lassen.


Über mir liegt ein Schleier, durch den ich nicht durch komme. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, wann er begonnen…