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Zuckerwattenstimmung



Ich habe immer geglaubt, dass alles wunderbar ist. Hat man einen Freund, dann schwebt man auf Wolke sieben. Man hat jemanden mit dem man sich blind versteht. Denn würde man sich nicht blind verstehen, wäre man ja nicht zusammen. Natürlich gab es Höhen und Tiefen in meiner Fantasie, aber irgendwie, überwiegten die Höhen und selbst wenn dann mal diese so genannten Tiefen auftauchten, dann waren es nur Momente.
Ja man kann es Naivität nennen. Aber ich finde einfach das es ein Wunschdenken war. Gut ich wurde älter, in meinem Umfeld entstanden immer mehr "große Lieben", Paare die sich fanden, bei denen jeder dachte, dass sie zusammen alt werden würde. Dachte ich genauso. Ich wunderte mich nur irgendwann, dass alle eine so großartige Beziehung führten. Und diese dann ach so plötzlich auseinander brachen.
Gut es störte mich nicht weiter, denn eigentlich war ich noch nie der Mensch der sich um das Leben anderer scherte. Der sich Gedanken darüber machte, was mir andere Menschen vorlebten.
Doch dann kam die Zeit, in der ich in allen Punkten aufgeklärt wurde, nämlich das in Beziehungen, nicht immer eine Zuckerwattenstimmung herrschte. Nein ganz und garnicht, dass manchmal dein größer Feind dir gegenüber sitzt, bei dem du dachtest, ihr könntet euch ganz ohne Wörter unterhalten. Ich dachte vielleicht einfach das in unserem Alter, das mit der Liebe noch unbeschwert ist. Vielleicht habe ich falsch gedacht, vielleicht habe ich zu spät angefangen. Vielleicht hätte ich früher anfangen müssen, um eine Beziehung zu führen in der es nur Zuckerwattenstimmung gibt.

xoxo Feli

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Immer wenn ich denk es wär vorbei, kommst du mir wieder so gefährlich nah und alles fängt wieder von vorne an.

Ich habe über ihn noch nie viel geschrieben. Ich dachte immer, es wäre nicht notwendig. Aber das stimmt so nicht, denn er ist mein treuer Begleiter, seit dem Anfang meines Lebens. Es gibt so viele Grenzen, die ich bei ihm getestet habe, so vieles das ich bei ihm gelernt habe. Wer ich bin, was ich will und was ich auch von Typen will. Und ich habe schon so oft darüber nachgedacht, ob er denn nicht der Richtige für mich wäre. Ich habe mir schon so oft vorgestellt, wie das Leben später mit ihm wäre. In einer Wohnung, vielleicht mit Kindern. Mit einem Job, mit einem lächeln. Denn eines ist sicher, wenn ich bei ihm bin fange ich an zu lächeln und höre erst wieder auf, wenn er weg ist. Aus meiner Sichtweite, weg aus meinen Gedanken. Wie oft ich schon in der Badewanne lag, nachdem wir uns getroffen haben und ich mich tot gegrinst habe über unsere Sprüche, unsere Aktionen. Nur mit ihm kann ich in einer Stunde so viel neues von mir erfahren, so viel erleben, wie mit keinem anderen Erst wenn man …

Start again

Ich lese ihre wenigen Worte. Ironisch und mit einem fetten Zwinkern. Und ich lache. Eine kleine Glückswelle schlägt gegen meine Seele und lässt sie für wenige Sekunden aufleuchten. Gerade noch war ich in einen Text vertieft, es ging um Mut, das Selbstbewusstsein  und das Ich-Gefühl. Ich wollte, dass er mich endlich wieder mitreißt in meine Gedankenwelt, in der ich schon so lange nicht mehr war. Viel zu lange habe ich keine Buchstaben aneinander gereiht und daraus meine Regeln, Ereignisse und Kunststücke gebaut. Viel zu lange habe ich mich immer wieder gezwungen über diesen Kerl nachzudenken, zu einem Ergebnis zu kommen und über ihn einen Text zu schrieben der Abschließt. Viel zu lange wollte ich schon einen Text zu dem Ende schreiben. Über all das was in meinen letzten Monaten passiert ist. Aber irgendwie schaffe ich das alles noch nicht, nicht weil ich nicht damit klar komme. Vielleicht einfach deswegen, weil ich niemanden verletzten will, weil ich mir noch nicht über alles sicher bin…

Na und.

Es ist die Ausstrahlung, das Auftreten, all die Bider bei Instagram, der perfekte Körper, kein Gramm zu viel, alles super ausgeleuchtet, das Lachen an der richtigen Stelle, dass uns das Glück zeigt. Die gebräunten Beine, der Highleighter, der so wunderschön auf dem Nasenrücken und den Wangenknochen schimmert, die Schrittfolge, der Bewegungsablauf, der Gang, der alle anderen zwingt hinzusehen, die Haare, die fallen, als wären sie gerade frisch gewaschen und drei Stunden geföhnt worden. Das Outfit, das aussieht, als wäre es aus der letzen Zeitschriften Ausgabe, von einem Topmodell kopiert worden. Der Geschmack eben, der sind im Zimmer, den Klamotten, den Tanzschritten und in der Musik widerspiegelt, auf den alle neidisch sind.
Das war das Stichwort. Neid. 
Es ist Sonntag, eigentlich müssten wir für die Schule lernen, der Familie helfen oder einfach Sinnvolle Dinge erledigen. Aber die Puste ist uns allen ausgegangen, weil die Sonne vergessen hat zu scheinen und weil uns der Regen noch tief…