Direkt zum Hauptbereich

Make me feel the one ♥



Das Meer spült über unsere Füße. Kontinuierlich. Immer im selben Takt. Wir sitzen da. Unsere Arme umschlingen die Beine. Starren auf das Wasser. Die Stille ist da, nicht wegzudenken. Was soll man auch schon sagen?
Wir wissen, das das der Abschied ist. Wollen keine Versprechen eingehen die wir eh nicht einhalten können. Wollen nichts sagen, was uns nur noch näher bringt, das wir uns für ein Jahr jetzt trennen. Also schweigen wir lieber. Atmen im gleichen Moment, denken nach. Genießen die Zweisamkeit. Und verdrängen die Einsamkeit.
Manchmal habe ich schon das Gefühl das uns Wörter nicht mehr gerecht werden können. Das man das, was zwischen uns passiert eh nicht in Worte fassen kann. Gefühle kommen. Gefühle gehen. Aber nicht bei ihm.
Wir reden nicht darüber. Haben noch nie die drei Wörter in den Mund genommen. Noch nie kam mir der Satz über die Lippen. Wir brauchen es nicht. Was würde es auch ändern?


Ich sitze hier. Fast 500 Kilometer weg von dir. Denke an dich. Mein Herz klopft. Denke nur an letztes Jahr, wie alles geendet hat. Ich kann nicht glauben, dass wir uns bald wieder sehen. Das bald aus du und ich ein wir wird. Das wir uns wieder in die Arme schließen können. Das ich mich an dich lehnen kann. Ich werde neben dir am Strand sitzen. Werde mit dir die Füße im Sand vergraben, das Meer wird langsam und sanft über sie spülen. Immer und immer wieder. Wir werden gemeinsam scheiwen. Glücklichsein, dass wir uns endlich wieder haben. Kein Mensch wird sich zwischen  uns stellen können. Kein Geräusch wird uns stören. Mond und Sterne werden für uns leuchten.
Trotzdem wird sich nichts ändern. Wir werden auseinander gehen und aus dem wir wird wieder ein du und ich. Danach wird ein Jahr vergehen in dem wir wieder auf die beste Zeit im Jahr warten. Ich freue mich jetzt schon.

Beliebte Posts aus diesem Blog

Start again

Ich lese ihre wenigen Worte. Ironisch und mit einem fetten Zwinkern. Und ich lache. Eine kleine Glückswelle schlägt gegen meine Seele und lässt sie für wenige Sekunden aufleuchten. Gerade noch war ich in einen Text vertieft, es ging um Mut, das Selbstbewusstsein  und das Ich-Gefühl. Ich wollte, dass er mich endlich wieder mitreißt in meine Gedankenwelt, in der ich schon so lange nicht mehr war. Viel zu lange habe ich keine Buchstaben aneinander gereiht und daraus meine Regeln, Ereignisse und Kunststücke gebaut. Viel zu lange habe ich mich immer wieder gezwungen über diesen Kerl nachzudenken, zu einem Ergebnis zu kommen und über ihn einen Text zu schrieben der Abschließt. Viel zu lange wollte ich schon einen Text zu dem Ende schreiben. Über all das was in meinen letzten Monaten passiert ist. Aber irgendwie schaffe ich das alles noch nicht, nicht weil ich nicht damit klar komme. Vielleicht einfach deswegen, weil ich niemanden verletzten will, weil ich mir noch nicht über alles sicher bin…

I was so much younger yesterday.

Wahrscheinlich dachte ich, ich könnte ewig weglaufen. Vor der Vergangenheit, vor der Zukunft, vor den Gedanken die mich aufgefressen hätten. Aber jetzt ist es wieder da, das ganze Jahr zieht an mir vorbei, als wäre es ein Tag gewesen. All die Tränen, all das Grinsen, all das Hüpfen, das neue ich, das eigentlich noch immer so aussieht, wie das Spiegelbild von vor ein paar Monaten. Das Herz schlägt immer noch im gleichen Takt und trotzdem, ist in mir so viel passiert. Ich habe so viel gelernt und erfahren. Über Freundschaft, über Leben, über Glück und über Liebe. Selbstliebe. Manchmal da würde ich gerne einfach auf eine Wiese treten, für ein paar Minuten an einen Ort, an dem man ruhig denken kann, ohne von all den anderen Gefühlen in mir angeschrien zu werden. Manchmal da würde ich mir wünschen, einfach denken zu können, ohne von Erinnerungen bestimmt zu werden, in welche Richtung meine Entscheidung driften sollte. Manchmal, da würde ich auch gerne einfach keine Entscheidungen treffen müs…

Na und.

Es ist die Ausstrahlung, das Auftreten, all die Bider bei Instagram, der perfekte Körper, kein Gramm zu viel, alles super ausgeleuchtet, das Lachen an der richtigen Stelle, dass uns das Glück zeigt. Die gebräunten Beine, der Highleighter, der so wunderschön auf dem Nasenrücken und den Wangenknochen schimmert, die Schrittfolge, der Bewegungsablauf, der Gang, der alle anderen zwingt hinzusehen, die Haare, die fallen, als wären sie gerade frisch gewaschen und drei Stunden geföhnt worden. Das Outfit, das aussieht, als wäre es aus der letzen Zeitschriften Ausgabe, von einem Topmodell kopiert worden. Der Geschmack eben, der sind im Zimmer, den Klamotten, den Tanzschritten und in der Musik widerspiegelt, auf den alle neidisch sind.
Das war das Stichwort. Neid. 
Es ist Sonntag, eigentlich müssten wir für die Schule lernen, der Familie helfen oder einfach Sinnvolle Dinge erledigen. Aber die Puste ist uns allen ausgegangen, weil die Sonne vergessen hat zu scheinen und weil uns der Regen noch tief…