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"Eine Gurke, verloren in der Salatschüssel."



Tag ein Tag aus. Und trotzdem sind sie unterschiedlich, diese Stunden. Man denkt manchmal jede Minute sieht genau gleich aus. Trotzdem läuft jede Sekunde ein anderer Film vor deinen Augen. Verschiedene Gedanken die durch die Windungen im Kopf rasen. Einen zum lächeln, zum weinen oder einfach nur zum nachdenken bringen.
Man langweilt sich, wenn man mehr als zwei mal das gleiche Bild sieht, zwei mal den gleichen Text durch ließt oder eben dreimal den gleichen Gedanken fasst.
Doch ich könnte manchmal stunden lang das Bild, den Text ansehen, lesen. Und auch Gedanken, ändern sich, umso öfter man sie zufassen bekommt. Mich interessieren die Gedanken der anderen, ich versuche positiv über etwas zu denken. Nicht zu egoistisch, ein bisschen mit Pfeffer und Salz. Ein wenig über den Tellerrand blickend. Und vielleicht auch minimal mit der rosa Brille.
Manchmal aber gelingt es mir kaum. Eigentlich überhaupt nicht. Da weiß ich nicht was das richtige denken ist. Ob ich damit nicht zu viel beeinflusse. Ich ändere meine Ansichten. Manche meinen zu oft. Für andere genau richtig.
Der Geschmack, die Ansichten, die Interesse, das Glücksgefühl, das Bauchkribbeln. Alles hängt zusammen. Dreht sich wie ein Karussell. Unaufhörlich. Ohne auch nur einmal einen Atemzug zu nehmen. Nur manchmal. Ganz selten, da fällt mir nichts ein. Da ist alles wie ausgestorben. Da sitze ich da. Eine Gurke, verloren in der Salatschüssel. Es ist als würde mir jemand mein ein und alles nehmen. Meinen Lebenssinn. Und dann reiße ich mich zusammen, schüttle mich. Zwinkere. Atme ein und aus. Klappe meinen Bildschirm nach oben und lese. Texte die mich inspirieren. Sehe Bilder an, in denen ich was schönes sehen kann. Versuche meine Heimat zu finden. Mein Ich zu wecken. Und es scheint wieder alles so einfach zu sein.
Kann man dieses Rezept nicht auch bei anderen Dingen anwenden. In Situationen, in denen man sich Heimatlos und verloren fühlt. In denen man nicht weiß was passieren kann. In denen man nichts abschätzen kann. Es wäre zu schön. Ein Geheimrezept für schwierige Entscheidungen, für Momente in denen man nicht weiß wie man handeln soll., zu finde.
Ich suche es noch und hoffe es irgendwann zu finden. Meine Heimat. Mein Lebensantrieb. Mein Glücksgefühl. Mein Ich.

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Immer wenn ich denk es wär vorbei, kommst du mir wieder so gefährlich nah und alles fängt wieder von vorne an.

Ich habe über ihn noch nie viel geschrieben. Ich dachte immer, es wäre nicht notwendig. Aber das stimmt so nicht, denn er ist mein treuer Begleiter, seit dem Anfang meines Lebens. Es gibt so viele Grenzen, die ich bei ihm getestet habe, so vieles das ich bei ihm gelernt habe. Wer ich bin, was ich will und was ich auch von Typen will. Und ich habe schon so oft darüber nachgedacht, ob er denn nicht der Richtige für mich wäre. Ich habe mir schon so oft vorgestellt, wie das Leben später mit ihm wäre. In einer Wohnung, vielleicht mit Kindern. Mit einem Job, mit einem lächeln. Denn eines ist sicher, wenn ich bei ihm bin fange ich an zu lächeln und höre erst wieder auf, wenn er weg ist. Aus meiner Sichtweite, weg aus meinen Gedanken. Wie oft ich schon in der Badewanne lag, nachdem wir uns getroffen haben und ich mich tot gegrinst habe über unsere Sprüche, unsere Aktionen. Nur mit ihm kann ich in einer Stunde so viel neues von mir erfahren, so viel erleben, wie mit keinem anderen Erst wenn man …

Start again

Ich lese ihre wenigen Worte. Ironisch und mit einem fetten Zwinkern. Und ich lache. Eine kleine Glückswelle schlägt gegen meine Seele und lässt sie für wenige Sekunden aufleuchten. Gerade noch war ich in einen Text vertieft, es ging um Mut, das Selbstbewusstsein  und das Ich-Gefühl. Ich wollte, dass er mich endlich wieder mitreißt in meine Gedankenwelt, in der ich schon so lange nicht mehr war. Viel zu lange habe ich keine Buchstaben aneinander gereiht und daraus meine Regeln, Ereignisse und Kunststücke gebaut. Viel zu lange habe ich mich immer wieder gezwungen über diesen Kerl nachzudenken, zu einem Ergebnis zu kommen und über ihn einen Text zu schrieben der Abschließt. Viel zu lange wollte ich schon einen Text zu dem Ende schreiben. Über all das was in meinen letzten Monaten passiert ist. Aber irgendwie schaffe ich das alles noch nicht, nicht weil ich nicht damit klar komme. Vielleicht einfach deswegen, weil ich niemanden verletzten will, weil ich mir noch nicht über alles sicher bin…

Na und.

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Das war das Stichwort. Neid. 
Es ist Sonntag, eigentlich müssten wir für die Schule lernen, der Familie helfen oder einfach Sinnvolle Dinge erledigen. Aber die Puste ist uns allen ausgegangen, weil die Sonne vergessen hat zu scheinen und weil uns der Regen noch tief…