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Hallo Lieblingsmensch!




Mein Kopf nickt mit zum Tackt. Ich schaue aus dem Fenster, die Landschaft zieht vorbei. Wälder, der See, Menschen. Mein ganzer Körper schwingt mit. Im Auto mit den wichtigsten Menschen sein, bedeutet pures Glück. Auf dem Weg nach Hause, nach einem der besten Tage.
Wir sitzen am See, lassen die Füße baumeln. Um uns herum Menschen die lachen. Wir schauen auf das Wasser genießen die Zeit, denken nach. Wissen das wir von dem gleichen träumen. Spazieren zurück zum Auto, reden von der Zukunft. Die wir zusammen bestreiten wollen. Wir wollen zusammen durch dick und dünn gehen. Wir wollen, dass die Freundschaft nie vergeht und planen die Hochzeiten. Das Alt werden. Die Kinder, die wir kriegen werden und die Namen, die wir eines Tages am Spielplatz rufen werden.
Es wird dunkler und der Weg führt uns zu einem Sportplatz mit einer Pizzeria. Es ist laut. Gefühlt 100 Menschen um uns herum. Und trotzdem sitze ich hier in meiner Glücksblase, umringt von Mama, Papa und der besten Freundin. Ich sitze da und grinse in die Rund. Hin und wieder prusten wir los. Schweigen und kauen leckerschmecker unsere Pizza. Stoßen an, auf das was kommt und auf das was war.
Wir rennen zusammen die Treppe hoch. Sehen uns an, lachen. Können einfach glucksen, schreien. Keiner kennt uns. Wir sind frei. Frei von den ganzen Verpflichtungen  der letzten Wochen und Monate. Können unser Glück kaum fassen. Plötzlich wurde der Schalter umgelegt. In dem Moment, in dem wir lachen die Treppe rauf laufen. Und das Ist-mir-alles-scheiß-egal-Gefühl setzt ein.
Ferien ich komme. Ich stehe vor deiner Tür. Lache und klopfe.
Hallo Lieblingsmensch, lass uns die beste Zeit haben, die wir uns nur vorstellen können!

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Immer wenn ich denk es wär vorbei, kommst du mir wieder so gefährlich nah und alles fängt wieder von vorne an.

Ich habe über ihn noch nie viel geschrieben. Ich dachte immer, es wäre nicht notwendig. Aber das stimmt so nicht, denn er ist mein treuer Begleiter, seit dem Anfang meines Lebens. Es gibt so viele Grenzen, die ich bei ihm getestet habe, so vieles das ich bei ihm gelernt habe. Wer ich bin, was ich will und was ich auch von Typen will. Und ich habe schon so oft darüber nachgedacht, ob er denn nicht der Richtige für mich wäre. Ich habe mir schon so oft vorgestellt, wie das Leben später mit ihm wäre. In einer Wohnung, vielleicht mit Kindern. Mit einem Job, mit einem lächeln. Denn eines ist sicher, wenn ich bei ihm bin fange ich an zu lächeln und höre erst wieder auf, wenn er weg ist. Aus meiner Sichtweite, weg aus meinen Gedanken. Wie oft ich schon in der Badewanne lag, nachdem wir uns getroffen haben und ich mich tot gegrinst habe über unsere Sprüche, unsere Aktionen. Nur mit ihm kann ich in einer Stunde so viel neues von mir erfahren, so viel erleben, wie mit keinem anderen Erst wenn man …

Start again

Ich lese ihre wenigen Worte. Ironisch und mit einem fetten Zwinkern. Und ich lache. Eine kleine Glückswelle schlägt gegen meine Seele und lässt sie für wenige Sekunden aufleuchten. Gerade noch war ich in einen Text vertieft, es ging um Mut, das Selbstbewusstsein  und das Ich-Gefühl. Ich wollte, dass er mich endlich wieder mitreißt in meine Gedankenwelt, in der ich schon so lange nicht mehr war. Viel zu lange habe ich keine Buchstaben aneinander gereiht und daraus meine Regeln, Ereignisse und Kunststücke gebaut. Viel zu lange habe ich mich immer wieder gezwungen über diesen Kerl nachzudenken, zu einem Ergebnis zu kommen und über ihn einen Text zu schrieben der Abschließt. Viel zu lange wollte ich schon einen Text zu dem Ende schreiben. Über all das was in meinen letzten Monaten passiert ist. Aber irgendwie schaffe ich das alles noch nicht, nicht weil ich nicht damit klar komme. Vielleicht einfach deswegen, weil ich niemanden verletzten will, weil ich mir noch nicht über alles sicher bin…

Na und.

Es ist die Ausstrahlung, das Auftreten, all die Bider bei Instagram, der perfekte Körper, kein Gramm zu viel, alles super ausgeleuchtet, das Lachen an der richtigen Stelle, dass uns das Glück zeigt. Die gebräunten Beine, der Highleighter, der so wunderschön auf dem Nasenrücken und den Wangenknochen schimmert, die Schrittfolge, der Bewegungsablauf, der Gang, der alle anderen zwingt hinzusehen, die Haare, die fallen, als wären sie gerade frisch gewaschen und drei Stunden geföhnt worden. Das Outfit, das aussieht, als wäre es aus der letzen Zeitschriften Ausgabe, von einem Topmodell kopiert worden. Der Geschmack eben, der sind im Zimmer, den Klamotten, den Tanzschritten und in der Musik widerspiegelt, auf den alle neidisch sind.
Das war das Stichwort. Neid. 
Es ist Sonntag, eigentlich müssten wir für die Schule lernen, der Familie helfen oder einfach Sinnvolle Dinge erledigen. Aber die Puste ist uns allen ausgegangen, weil die Sonne vergessen hat zu scheinen und weil uns der Regen noch tief…