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Hoping for a better tomorrow.

Ich schotte mich ab. Aber doch nur um mich zu schützen. Um nicht wieder zu fallen. Ich weiß nicht, wie oft ich nochmal aufstehen kann.


Warum mache ich eigentlich jedem etwas vor? Immer und immer wieder. Ich lächle auf Knopfdruck. Erzähle wie schön alles sei. Komme aus dem Schwärmen nicht mehr heraus. Für was eigentlich? Für wen? Es geht doch nur um mich. Es ist mein Leben. Ich muss niemanden halten. Ich muss niemanden von mir überzeugen. Keinem die perfekte Welt vorspielen. Keinem zeigen wie gut ich es kann. Ich muss es doch nur einer Person beweisen. Mir.
Der einzige der wirklich Glücklichsein muss bin doch ich. Denn wenn ich es nicht bin, bringt es keinem etwas. Mir schon drei mal nicht. Ich habe gelernt, dass ich mich am besten auf mich verlasse. Dass ich nach meinen Regeln spiele. Und manchmal die Einsamkeit zulassen muss, um neues zu schaffen. Um mir über Dinge klar zu werden. Das ich einfach mal das tun kann, was nur mir gut tut.
Es ist verrückt. Absurd. Ich habe dieser Welt vor knapp drei Jahren den Rücken zugewendet. Habe beschlossen ich bin zu alt, zu erfahren, zu anders als davor. Und nun sitze ich wieder hier. Und gehe vollkommen auf in ihr. Erkenne alte Gesichter, krame vergangene Erinnerungen empor. Habe mich verändert und sehe vieles anderes. Aber auch die anderen sind anders, besser, größer, aber trotzdem noch so wie ich. Langsam kommt das Heimatgefühl, ich versprühe den Drang allen Hallo sagen zu müssen, sie zu umarmen. Aber ich kann es nicht, stehe wie immer am Rand und sehe fasziniert zu.
Die einzigen Themen die mich momentan interessieren, bin ich. Ich will endlich wissen wer ich bin. Was mich ausmacht. Wer mich ausmacht. Wo ich hin gehöre. Ich will endlich 100% sein. Will alles klar begründen können. Daran auch glauben. Ich setzte mich mit so vielen verschiedenen Dingen auseinander, dass ich manchmal schon das Gefühl habe, ich stehe mir selbst im Weg. Brauche einfach nur ein bisschen Luft. Und dann schnell wieder weiter suchen, weiter denken. Neues finden.
Los in das neue Ungewisse. Mit der Hoffnung, irgendwann sich selbst zu finden. Zu wissen wer man ist, und was man sein will. 

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Start again

Ich lese ihre wenigen Worte. Ironisch und mit einem fetten Zwinkern. Und ich lache. Eine kleine Glückswelle schlägt gegen meine Seele und lässt sie für wenige Sekunden aufleuchten. Gerade noch war ich in einen Text vertieft, es ging um Mut, das Selbstbewusstsein  und das Ich-Gefühl. Ich wollte, dass er mich endlich wieder mitreißt in meine Gedankenwelt, in der ich schon so lange nicht mehr war. Viel zu lange habe ich keine Buchstaben aneinander gereiht und daraus meine Regeln, Ereignisse und Kunststücke gebaut. Viel zu lange habe ich mich immer wieder gezwungen über diesen Kerl nachzudenken, zu einem Ergebnis zu kommen und über ihn einen Text zu schrieben der Abschließt. Viel zu lange wollte ich schon einen Text zu dem Ende schreiben. Über all das was in meinen letzten Monaten passiert ist. Aber irgendwie schaffe ich das alles noch nicht, nicht weil ich nicht damit klar komme. Vielleicht einfach deswegen, weil ich niemanden verletzten will, weil ich mir noch nicht über alles sicher bin…

I was so much younger yesterday.

Wahrscheinlich dachte ich, ich könnte ewig weglaufen. Vor der Vergangenheit, vor der Zukunft, vor den Gedanken die mich aufgefressen hätten. Aber jetzt ist es wieder da, das ganze Jahr zieht an mir vorbei, als wäre es ein Tag gewesen. All die Tränen, all das Grinsen, all das Hüpfen, das neue ich, das eigentlich noch immer so aussieht, wie das Spiegelbild von vor ein paar Monaten. Das Herz schlägt immer noch im gleichen Takt und trotzdem, ist in mir so viel passiert. Ich habe so viel gelernt und erfahren. Über Freundschaft, über Leben, über Glück und über Liebe. Selbstliebe. Manchmal da würde ich gerne einfach auf eine Wiese treten, für ein paar Minuten an einen Ort, an dem man ruhig denken kann, ohne von all den anderen Gefühlen in mir angeschrien zu werden. Manchmal da würde ich mir wünschen, einfach denken zu können, ohne von Erinnerungen bestimmt zu werden, in welche Richtung meine Entscheidung driften sollte. Manchmal, da würde ich auch gerne einfach keine Entscheidungen treffen müs…

Na und.

Es ist die Ausstrahlung, das Auftreten, all die Bider bei Instagram, der perfekte Körper, kein Gramm zu viel, alles super ausgeleuchtet, das Lachen an der richtigen Stelle, dass uns das Glück zeigt. Die gebräunten Beine, der Highleighter, der so wunderschön auf dem Nasenrücken und den Wangenknochen schimmert, die Schrittfolge, der Bewegungsablauf, der Gang, der alle anderen zwingt hinzusehen, die Haare, die fallen, als wären sie gerade frisch gewaschen und drei Stunden geföhnt worden. Das Outfit, das aussieht, als wäre es aus der letzen Zeitschriften Ausgabe, von einem Topmodell kopiert worden. Der Geschmack eben, der sind im Zimmer, den Klamotten, den Tanzschritten und in der Musik widerspiegelt, auf den alle neidisch sind.
Das war das Stichwort. Neid. 
Es ist Sonntag, eigentlich müssten wir für die Schule lernen, der Familie helfen oder einfach Sinnvolle Dinge erledigen. Aber die Puste ist uns allen ausgegangen, weil die Sonne vergessen hat zu scheinen und weil uns der Regen noch tief…