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The Good Life No. 1

Es gibt keinen bessern Ort auf der Welt. Keinen Ort der Welt wo man besser nachdenken kann als hier. Ich stehe ganz vorne am Balkon. Gelehnt an das massive  Betongeländer. Meine Zahnbürste zwischen den Zähnen. Ich schaue hinaus in die Welt. Meine Welt. Ich weiß wie sie tickt. Auf das Meer, es ist weit entfernt und doch so nah, dass ich in fünf Minuten da wäre. Einfach nur zum schwimmen, zum treiben lassen. Es ist dunkel, die ein oder andere Beleuchtung blitzt wie ein Radarschirm auf. Der Pool unter mir. Beleuchtet von den Seiten, verziert mit orangenen Liegestühlen und Schirmen. Zugeklappt. Zum schlafen gedrängt. Es ist der beste Ort hier.

Wenn ich zurück bin, will ich der Mensch sein, der ich schon immer sein wollte. Ich will das Glück mit Händen tragen. Die Ausgeglichenheit an andere weitergeben. Für Treue, Ehrlichkeit und Vertrauen stehen. So sein, wie ich bin und kein Stück anders. Lachen wenn ich es für richtig halte. Weinen wenn meine Augen brennen. Nichts unterdrücken. Nichts als ich sein.



Ich bin jetzt weg. 
Eine lange Zeit. Für mich ist es eine lange Zeit. Ich werde neues über mich erfahren, ich werde mehr lernen, als in einem Jahr Schule. Wenn es auch nur ein bisschen mehr als zwei Wochen sind. Es ist meine Welt, in der ich einfach ich bin. Ich bin anders, ja. Wie anderes, weiß ich nicht. Ich weiß nur das ich ein neues ich danach haben werde, egal in welche Richtung. Werde Erkenntnisse haben, für die ich eigentlich Jahre bräuchte. Es wird die beste Zeit, egal wie.
Ich werde jemanden treffen. Ihm Hallo sagen, ihn umarmen, mit ihm ewige Gespräche führen. Mit meinem neu entdeckten, geformten Ich.

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Everglow - Feenstaub

Packfieber. Das alljährliche Silversterfliehen beginnt, also schnell alles zusammen sammeln was mit wärme- und kuschellaune zutun hat. Die kleinen Glücksschweine sind gekauft, stehen im Weg. Und dann werden alle Urlaubsutensilien rausgesucht, für ihren Einsatz feinsäuberlich aufgereiht. Mir fallen kleine runde Spielplättchen in die Hand, Erinnerungsstützen an eine Zeit, mit der ich soviel verbinde. Nicht aufhören kann daran zu denken. Es kommen bald viele Entscheidungen auf mich zu, ich würde lieber einen anderen Weg gehen, es scheint mir unmöglich ein Kreuz an der richtigen Stelle zusetzten. Ich hoffe auf den versprochenen Feenstaub, der  mich an den richtigen Ort trägt. Vielleicht ist es naiv, aber an Wunder zu glauben ist nicht verboten. Wir hoffen es doch alle insgeheim. Endlich mal an eine Stelle in unserem Leben getragen zu werden ohne viel Murks.  "Liebeskummer ist, als wenn man eine Rippe gebrochen hätte. Niemand bemerkt es, aber es tut höllisch weh, wenn man ...

It's not living, if it's not with you.

Verdammt habe ich lange nicht mehr meine Finger für genau das hier gebraucht. Habe meine kleinen Zahnräder, verbunden mit all den Bildern aus meiner Erinnerung und meiner Fantasie nicht mehr hierfür angeworfen. Meine Welt ist weiter in meinem Kopf entstanden. All die Sandburgen und Traumschlösser sind weiter entstanden, keine Angst. Es sind nur immer weniger Traumprinzen geworden und irgendwann habe ich glaube ich aufgehört, auf den einen zu warten. Nennt man das vielleicht sogar erwachsen werden? Man weiß es nicht. Aber ich vermisse die kleinen rosa Wolken, ich vermisse das interpretieren und nicht akzeptieren wollen, dass es die echte Realität gibt. Ich will kleine Raupen füttern, mit nichtvorhandenen Begebenheiten, damit sie größer und schöner werden, um kleine Schmetterlinge zu werden. Warum liebe ich nur diese kleinen Flattermänner? Sie sind so verdammt schön, man kann sich so wundervoll mit ihnen ablenken, so unfassbar gut mit ihnen alleine sein, mit ihnen die kleinen Hoffnungspl...

About Love - what else?

Sie sagte, es gibt da ganz viele Männer da draußen, die was von mir wollen könnten. Aber sie sagte auch, dass ich sie nicht wollen würde, dass ich Angst hätte, dass ich noch nicht bereit wäre. Sagte sie das? Ich liebe es verliebt zu sein. Liebe es den rosaroten Ball hin und her zu werfen, das kleine Feuerwerk in meinem Bauch zu zünden, mir Luftschlösser mit all meinen Gegenübern zu bauen. Mit ihnen aus zugehen, mit ihnen zu lachen, mit ihnen Zeit zu verbringen, sie meiner Familie vorzustellen, mit ihnen in den Urlaub zu fahren, mit ihnen zusammen zuziehen. Aber all das, nur in meinem Kopf. Denn ich will ihnen nicht zu nah sein, viel mehr, ich will nicht, das sie mir zu nahe kommen. Mein Herz kennen lernen. Ich will ihnen nicht die Macht über mich geben.  Darum verliebe ich mich in Männer und schweige. Küsse lieber Fremde, habe Spaß, tanze in den Lichtern und lache mit dem Falschen. Sie waren alle nicht die falschen, denn in dem Moment, haben sie mich zu strahlen gebr...