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A great summer away // No 1

Seine Stimme ist noch tiefer geworden. Seine Haare noch länger. Seine Küsse noch intensiver.
"Du dich auch!" antworte ich ihm.
Er starrt mich weiter an. Reagiert nicht. "Hm, was?"
"Na du hast dich auch verändert."
"Wahrscheinlich verändert sich jeder irgendwann," seine Hände fahren aufgekratzt über meine Schultern, Nacken, dann finden sie Ruhe, auf meiner Taille.
"Seltsam, wir haben uns ein Jahr nicht gesehen, aber es fühlt sich überhaupt nicht so an."
"Wie dann?"
"Eher wie drei, vier Monate ..." ich suche seinen Blick, er ist so abwesend anderes und doch so meines.
"Ich hab dich vermisst," über mich kommt eine Welle von Glücksgefühlen, es kribbelt, ich lächle, nehme meine Hand und verschlinge sie mit meiner.
"Ich würde am liebsten umdrehen und gehen," ich lasse seine Hand los, sehe ihn ungläubig an. Die Glückswelle verschwindet, lässt ein leeres Gefühl in meiner Magengegend da. Meine Augen brennen. "Spinnst du?"
"Nein und ganz und gar nicht, ich will nur nicht ... egal, lass uns gehen, vergiss es. Mach dir darüber keinen Kopf, lass uns einfach die Zeit genießen, in vollen Zügen, die Zeit rennt!" ich nicke, verstört, mein Kopf rattert vor Gedanken, mein Herz klopft, ich blinzle, ganz schnell. Die dummen Tränen sollen verschwinden.
Vielleicht hat er Gefühle. Vielleicht hat er keine Lust auf mich. Vielleicht sollte ich einfach das Paradies mit ihm genießen.

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I was so much younger yesterday.

Wahrscheinlich dachte ich, ich könnte ewig weglaufen. Vor der Vergangenheit, vor der Zukunft, vor den Gedanken die mich aufgefressen hätten. Aber jetzt ist es wieder da, das ganze Jahr zieht an mir vorbei, als wäre es ein Tag gewesen. All die Tränen, all das Grinsen, all das Hüpfen, das neue ich, das eigentlich noch immer so aussieht, wie das Spiegelbild von vor ein paar Monaten. Das Herz schlägt immer noch im gleichen Takt und trotzdem, ist in mir so viel passiert. Ich habe so viel gelernt und erfahren. Über Freundschaft, über Leben, über Glück und über Liebe. Selbstliebe. Manchmal da würde ich gerne einfach auf eine Wiese treten, für ein paar Minuten an einen Ort, an dem man ruhig denken kann, ohne von all den anderen Gefühlen in mir angeschrien zu werden. Manchmal da würde ich mir wünschen, einfach denken zu können, ohne von Erinnerungen bestimmt zu werden, in welche Richtung meine Entscheidung driften sollte. Manchmal, da würde ich auch gerne einfach keine Entscheidungen treffen müs…

Yeah you should be loving someone.

Da hängen tausend Bilder von irgendwelchen Mädchen, ich kenne nicht ihre Namen. Nicht den Grund warum sie in die Kamera lächeln und weiß auch nicht, ob es wirklich ihr Style ist, den sie tragen. Trotzdem hängen die Bilder da, ich mag die Atmosphäre die sie in mein Zimmer bringen, ich mag die Stille, die sie mit sich bringen und die verschiedenen Gefühle, die man erkennen kann. Manchmal, da starre ich stundenlang drauf, nur um zu verstehen, das es da vielleicht noch mehr draußen in der Welt gibt. Vielleicht mehr Menschen, die das anziehen, was ich anziehe. Die das hören, was ich höre. Die aus dem gleichen Grund lachen wie ich und nicht weg sehen, wenn Menschen, andere ausschließen.
Die Regenbogenfarben lassen den ganzen Raum erleuchten, alle Herzen schlagen im gleichen Takt und alle singen eine Zeile. Yeah, you should be loving someone. Ich habe lange gebraucht, um wirklich das große Ganze zu verstehen. Auch wenn ich lange gedacht habe, zu wissen wie ich glücklich sein kann, wie die Welt …

Na und.

Es ist die Ausstrahlung, das Auftreten, all die Bider bei Instagram, der perfekte Körper, kein Gramm zu viel, alles super ausgeleuchtet, das Lachen an der richtigen Stelle, dass uns das Glück zeigt. Die gebräunten Beine, der Highleighter, der so wunderschön auf dem Nasenrücken und den Wangenknochen schimmert, die Schrittfolge, der Bewegungsablauf, der Gang, der alle anderen zwingt hinzusehen, die Haare, die fallen, als wären sie gerade frisch gewaschen und drei Stunden geföhnt worden. Das Outfit, das aussieht, als wäre es aus der letzen Zeitschriften Ausgabe, von einem Topmodell kopiert worden. Der Geschmack eben, der sind im Zimmer, den Klamotten, den Tanzschritten und in der Musik widerspiegelt, auf den alle neidisch sind.
Das war das Stichwort. Neid. 
Es ist Sonntag, eigentlich müssten wir für die Schule lernen, der Familie helfen oder einfach Sinnvolle Dinge erledigen. Aber die Puste ist uns allen ausgegangen, weil die Sonne vergessen hat zu scheinen und weil uns der Regen noch tief…