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You´ll see him next to me.

Ich sitze da, schlinge die Arme um meine Bein. Eine leichte Brise schickt Gänsehaut über meinen ganzen Rücken. Ich starre auf das Meer hinaus, irgendwann schließe ich die Augen.

Ich sitze da, ungeschminkt. Fühle mich unwohl.
Du wirst ihn neben mir sehen, wie er mir versichert, dass er mich liebt.

Die Tränen fließen, meine Wangen brennen.
Du wirst ihn neben mir sehen, wie er meine Hand nimmt, mich beruhigt, meine zitterenden Finger streicht. Immer und immer wieder.

Ich lache, vor Freude, vor Glück
Du wirst ihn neben mir sehen, wie er sich für mich mit freut. Mit mir die Sonne anlacht.


Ich öffne sie wieder. Langsam kommt er auf mich zu. Lächelt, hat seine Hände in der Tasche, grinst. Ich grinse zurück. Ein Kribbeln zieht sich durch meinen Körper, mir fällt es schwer zu atmen, meine Ganken können von ihm nicht loskommen. Ich wede den Blick wieder ab. "Wenn ich jetzt langsam ins Meer gehen würde. Mit voller Bekleidung, du würdest mit gehen. Du würdest meine Hand nehmen, du würdest mit mir den Haien entgegen schwimmen, hab ich recht?"
"Ich würde mit dir sogar ertinken," er lässt sich neben mich fallen.
"Nee lieber nicht, ist kein schöner Tod! Hast du schonmal Wasser eingeatmet, brennt schrecklich." Ich lache, wir lachen.
Er legt seinen Arm um mich, ich lehne meinen Kopf an seine Schulter.
Ich sitze da. Du siehst ihn neben mir, wie er mich ansieht. 
Wie wir lachen und glücklich sind.

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I was so much younger yesterday.

Wahrscheinlich dachte ich, ich könnte ewig weglaufen. Vor der Vergangenheit, vor der Zukunft, vor den Gedanken die mich aufgefressen hätten. Aber jetzt ist es wieder da, das ganze Jahr zieht an mir vorbei, als wäre es ein Tag gewesen. All die Tränen, all das Grinsen, all das Hüpfen, das neue ich, das eigentlich noch immer so aussieht, wie das Spiegelbild von vor ein paar Monaten. Das Herz schlägt immer noch im gleichen Takt und trotzdem, ist in mir so viel passiert. Ich habe so viel gelernt und erfahren. Über Freundschaft, über Leben, über Glück und über Liebe. Selbstliebe. Manchmal da würde ich gerne einfach auf eine Wiese treten, für ein paar Minuten an einen Ort, an dem man ruhig denken kann, ohne von all den anderen Gefühlen in mir angeschrien zu werden. Manchmal da würde ich mir wünschen, einfach denken zu können, ohne von Erinnerungen bestimmt zu werden, in welche Richtung meine Entscheidung driften sollte. Manchmal, da würde ich auch gerne einfach keine Entscheidungen treffen müs…

Yeah you should be loving someone.

Da hängen tausend Bilder von irgendwelchen Mädchen, ich kenne nicht ihre Namen. Nicht den Grund warum sie in die Kamera lächeln und weiß auch nicht, ob es wirklich ihr Style ist, den sie tragen. Trotzdem hängen die Bilder da, ich mag die Atmosphäre die sie in mein Zimmer bringen, ich mag die Stille, die sie mit sich bringen und die verschiedenen Gefühle, die man erkennen kann. Manchmal, da starre ich stundenlang drauf, nur um zu verstehen, das es da vielleicht noch mehr draußen in der Welt gibt. Vielleicht mehr Menschen, die das anziehen, was ich anziehe. Die das hören, was ich höre. Die aus dem gleichen Grund lachen wie ich und nicht weg sehen, wenn Menschen, andere ausschließen.
Die Regenbogenfarben lassen den ganzen Raum erleuchten, alle Herzen schlagen im gleichen Takt und alle singen eine Zeile. Yeah, you should be loving someone. Ich habe lange gebraucht, um wirklich das große Ganze zu verstehen. Auch wenn ich lange gedacht habe, zu wissen wie ich glücklich sein kann, wie die Welt …

Na und.

Es ist die Ausstrahlung, das Auftreten, all die Bider bei Instagram, der perfekte Körper, kein Gramm zu viel, alles super ausgeleuchtet, das Lachen an der richtigen Stelle, dass uns das Glück zeigt. Die gebräunten Beine, der Highleighter, der so wunderschön auf dem Nasenrücken und den Wangenknochen schimmert, die Schrittfolge, der Bewegungsablauf, der Gang, der alle anderen zwingt hinzusehen, die Haare, die fallen, als wären sie gerade frisch gewaschen und drei Stunden geföhnt worden. Das Outfit, das aussieht, als wäre es aus der letzen Zeitschriften Ausgabe, von einem Topmodell kopiert worden. Der Geschmack eben, der sind im Zimmer, den Klamotten, den Tanzschritten und in der Musik widerspiegelt, auf den alle neidisch sind.
Das war das Stichwort. Neid. 
Es ist Sonntag, eigentlich müssten wir für die Schule lernen, der Familie helfen oder einfach Sinnvolle Dinge erledigen. Aber die Puste ist uns allen ausgegangen, weil die Sonne vergessen hat zu scheinen und weil uns der Regen noch tief…