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Das alles wird zu Erinnerungen, zu winzig kleinen Puzzleteilchen der Persönlichkeit.



Veränderungen lassen sich meist nie in Worte fassen. Manchmal sind es Menschen, Gerüche, Orte oder einfach nur Gefühle. Man selbst. Die Welt dreht sich, man bleibt stehen oder eben anders herum. Von wem man dazu einen Anstoß bekommt ist manchmal egal, manchmal aber auch Ausschlag gebend.
Ich will nicht sagen, dass mein Leben schon zum größten Teil Geschichten erlebt hat. Ganz sicher nicht. Aber meistens sind es Tage, Dinge, Gefühle, die im ersten Moment völlig banal sind. In dem Moment kriegt man nichts mit, versucht vielleicht einen Ausweg zu finden, feiert mit, hüpft auf und ab. Man küsst ihn ohne weiter nach zu denken, sagt Worte die man danach unendlich bereut.
Das alles wird zu Erinnerungen, zu winzig kleinen Puzzleteilchen der Persönlichkeit. Wahrscheinlich sollte man es sich nicht vor Augen halten, sonst würde man alles nur noch bedacht machen und sagen. Dann wäre die eigene Welt nur noch grau und weiß, nicht gleich schwarz aber langweilig.
Ich achte eigentlich ziemlich genau auf mich, auf die Veränderungen die plötzlich da sind oder auch nicht. Aber manche schleichen sich auch ganz klamm heimlich durch die hinter Türe, fallen nicht auf. Und werden erst nach einem Jahr bemerkt. Werden aufgedeckt und fast schockiert erkannt. Schon seltsam, wenn man sich von Dingen erschrecken lässt, die man sich eigentlich wünscht.
Wenn die Gleichgültigkeit ihre Wege zieht und auch bei mir keinen Halt macht. Wenn man Menschen plötzlich in der Schublade Vergangenheit wieder findet und man selbst nicht weiß, ob man sie wieder herausziehen will.

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Ich lese ihre wenigen Worte. Ironisch und mit einem fetten Zwinkern. Und ich lache. Eine kleine Glückswelle schlägt gegen meine Seele und lässt sie für wenige Sekunden aufleuchten. Gerade noch war ich in einen Text vertieft, es ging um Mut, das Selbstbewusstsein  und das Ich-Gefühl. Ich wollte, dass er mich endlich wieder mitreißt in meine Gedankenwelt, in der ich schon so lange nicht mehr war. Viel zu lange habe ich keine Buchstaben aneinander gereiht und daraus meine Regeln, Ereignisse und Kunststücke gebaut. Viel zu lange habe ich mich immer wieder gezwungen über diesen Kerl nachzudenken, zu einem Ergebnis zu kommen und über ihn einen Text zu schrieben der Abschließt. Viel zu lange wollte ich schon einen Text zu dem Ende schreiben. Über all das was in meinen letzten Monaten passiert ist. Aber irgendwie schaffe ich das alles noch nicht, nicht weil ich nicht damit klar komme. Vielleicht einfach deswegen, weil ich niemanden verletzten will, weil ich mir noch nicht über alles sicher bin…

I was so much younger yesterday.

Wahrscheinlich dachte ich, ich könnte ewig weglaufen. Vor der Vergangenheit, vor der Zukunft, vor den Gedanken die mich aufgefressen hätten. Aber jetzt ist es wieder da, das ganze Jahr zieht an mir vorbei, als wäre es ein Tag gewesen. All die Tränen, all das Grinsen, all das Hüpfen, das neue ich, das eigentlich noch immer so aussieht, wie das Spiegelbild von vor ein paar Monaten. Das Herz schlägt immer noch im gleichen Takt und trotzdem, ist in mir so viel passiert. Ich habe so viel gelernt und erfahren. Über Freundschaft, über Leben, über Glück und über Liebe. Selbstliebe. Manchmal da würde ich gerne einfach auf eine Wiese treten, für ein paar Minuten an einen Ort, an dem man ruhig denken kann, ohne von all den anderen Gefühlen in mir angeschrien zu werden. Manchmal da würde ich mir wünschen, einfach denken zu können, ohne von Erinnerungen bestimmt zu werden, in welche Richtung meine Entscheidung driften sollte. Manchmal, da würde ich auch gerne einfach keine Entscheidungen treffen müs…

Na und.

Es ist die Ausstrahlung, das Auftreten, all die Bider bei Instagram, der perfekte Körper, kein Gramm zu viel, alles super ausgeleuchtet, das Lachen an der richtigen Stelle, dass uns das Glück zeigt. Die gebräunten Beine, der Highleighter, der so wunderschön auf dem Nasenrücken und den Wangenknochen schimmert, die Schrittfolge, der Bewegungsablauf, der Gang, der alle anderen zwingt hinzusehen, die Haare, die fallen, als wären sie gerade frisch gewaschen und drei Stunden geföhnt worden. Das Outfit, das aussieht, als wäre es aus der letzen Zeitschriften Ausgabe, von einem Topmodell kopiert worden. Der Geschmack eben, der sind im Zimmer, den Klamotten, den Tanzschritten und in der Musik widerspiegelt, auf den alle neidisch sind.
Das war das Stichwort. Neid. 
Es ist Sonntag, eigentlich müssten wir für die Schule lernen, der Familie helfen oder einfach Sinnvolle Dinge erledigen. Aber die Puste ist uns allen ausgegangen, weil die Sonne vergessen hat zu scheinen und weil uns der Regen noch tief…