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Perfekt ehrlich.



Da ist dieser neue Junge. Ich denke über ihn nach. Fühle mich gleichzeitig schlecht. Stehe wie ein Verräter da.
Ich würde so gerne über ihn reden, so gerne darüber glücklich sein, das auch ich erkannt habe, dass das Leben weiter geht. Ich will so gerne wieder unbeschwert sein und glücklich. Vielleicht habe ich länger gedacht, dass ich es verlernt habe. Ich glaube nicht.
Es sind nur im Moment ein paar Dinge die wieder ins richtige Licht gerückt werden müssen.
Ich will ihr endlich davon erzählen. Ihr sagen, dass ich ein paar lange Tage einen Durchhänger hatte. Das es mir schlecht ging. Man kann es auch Liebeskummer nennen. Doch jetzt glaube ich geht es wieder Berg auf.
Ich will nichts beschreien, aber ich habe langsam gelernt in den Spiegel zu sehen und mich zu sehen. Langsam zu akzeptieren, wie ich bin. Damit umzugehen, mit den wirren Gedankengängen. Ich will das sie es auch versteht. Das sie wieder ein lebendiger Teil ist. 
Es war nie offiziell schwierig. Nie unüberbrückbar, aber es fühlt sich so an. Ich wünsche mir für nächstes Jahr, das alles so weiter geht. Bis auf zwei Wege. Es soll sich einpendeln. Besser werden. Wieder Dinge geben auf die ich mich tagtäglich freuen kann. Ich weiß es ist viel. 
Aber vielleicht müssen wir nur reden. Viel reden. Und endlich wieder erzählen, mit all den ehrlich Worten, die sonst doch so normal sind.Wir waren doch einmal perfekt. Perfekt ehrlich. Wussten alles.

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Immer wenn ich denk es wär vorbei, kommst du mir wieder so gefährlich nah und alles fängt wieder von vorne an.

Ich habe über ihn noch nie viel geschrieben. Ich dachte immer, es wäre nicht notwendig. Aber das stimmt so nicht, denn er ist mein treuer Begleiter, seit dem Anfang meines Lebens. Es gibt so viele Grenzen, die ich bei ihm getestet habe, so vieles das ich bei ihm gelernt habe. Wer ich bin, was ich will und was ich auch von Typen will. Und ich habe schon so oft darüber nachgedacht, ob er denn nicht der Richtige für mich wäre. Ich habe mir schon so oft vorgestellt, wie das Leben später mit ihm wäre. In einer Wohnung, vielleicht mit Kindern. Mit einem Job, mit einem lächeln. Denn eines ist sicher, wenn ich bei ihm bin fange ich an zu lächeln und höre erst wieder auf, wenn er weg ist. Aus meiner Sichtweite, weg aus meinen Gedanken. Wie oft ich schon in der Badewanne lag, nachdem wir uns getroffen haben und ich mich tot gegrinst habe über unsere Sprüche, unsere Aktionen. Nur mit ihm kann ich in einer Stunde so viel neues von mir erfahren, so viel erleben, wie mit keinem anderen Erst wenn man …

Start again

Ich lese ihre wenigen Worte. Ironisch und mit einem fetten Zwinkern. Und ich lache. Eine kleine Glückswelle schlägt gegen meine Seele und lässt sie für wenige Sekunden aufleuchten. Gerade noch war ich in einen Text vertieft, es ging um Mut, das Selbstbewusstsein  und das Ich-Gefühl. Ich wollte, dass er mich endlich wieder mitreißt in meine Gedankenwelt, in der ich schon so lange nicht mehr war. Viel zu lange habe ich keine Buchstaben aneinander gereiht und daraus meine Regeln, Ereignisse und Kunststücke gebaut. Viel zu lange habe ich mich immer wieder gezwungen über diesen Kerl nachzudenken, zu einem Ergebnis zu kommen und über ihn einen Text zu schrieben der Abschließt. Viel zu lange wollte ich schon einen Text zu dem Ende schreiben. Über all das was in meinen letzten Monaten passiert ist. Aber irgendwie schaffe ich das alles noch nicht, nicht weil ich nicht damit klar komme. Vielleicht einfach deswegen, weil ich niemanden verletzten will, weil ich mir noch nicht über alles sicher bin…

Na und.

Es ist die Ausstrahlung, das Auftreten, all die Bider bei Instagram, der perfekte Körper, kein Gramm zu viel, alles super ausgeleuchtet, das Lachen an der richtigen Stelle, dass uns das Glück zeigt. Die gebräunten Beine, der Highleighter, der so wunderschön auf dem Nasenrücken und den Wangenknochen schimmert, die Schrittfolge, der Bewegungsablauf, der Gang, der alle anderen zwingt hinzusehen, die Haare, die fallen, als wären sie gerade frisch gewaschen und drei Stunden geföhnt worden. Das Outfit, das aussieht, als wäre es aus der letzen Zeitschriften Ausgabe, von einem Topmodell kopiert worden. Der Geschmack eben, der sind im Zimmer, den Klamotten, den Tanzschritten und in der Musik widerspiegelt, auf den alle neidisch sind.
Das war das Stichwort. Neid. 
Es ist Sonntag, eigentlich müssten wir für die Schule lernen, der Familie helfen oder einfach Sinnvolle Dinge erledigen. Aber die Puste ist uns allen ausgegangen, weil die Sonne vergessen hat zu scheinen und weil uns der Regen noch tief…