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Das Denken an sich macht mich schon glücklich.

Einerseits sind wir so oberflächlich geworden, reden nur noch über das Aussehen und die Produkte die man sich zehn mal übereinander in das Gesicht klatschen kann. Andererseits sind wir noch viel tiefgründiger geworden, noch nachdenklicher. Ich dachte immer ich könnte nicht mehr schreiben, ich dachte ich hätte verlernt zu texten. Doch in letzter Zeit weiß ich wieder wie es sich an fühlt den Drang dazu zu haben den ganzen Herzschmerz auf ein einziges Blatt Papier zu pressen.
Ich habe in letzter Zeit so viel Buchstaben und Zeilen produziert, ich habe so viele verschiedene Gedanken gefasst.
Als ich letzte Woche an diesem Hügel stand, diese ganze frische Luft um meine Nase gestürmt ist. Ja da dachte ich wieder das alles so weit weg ist, dass ich einfach als denkender Mensch geboren wurde. Wahrscheinlich kann ich nicht einen Tag ohne einen Block und Stift auskommen. Es mag komisch klingen, seltsam. Für andere Leute gibt es wichtigere Dinge. Ich liebe Orte die leise sind, an denen es eine Menge an Frischer Luft gibt. Orte die mir vorkommen als wäre ich Lichtjahre von den Problemen zu Hause entfernt. Und dann würde ich schreiben, bis mir die Finger bluten und träumen, bis ich keinen einzigen klaren Gedanken fassen mehr könnte.
Kann das nur ein Mensch da draußen verstehen?
Malen wir uns unsere Welt bunt. Schreiben uns die perfekten Geschichten. Schreiben uns Herzschlaglieder für ein Happy End. Seien wir kreativ für das Neue, Gute, für die glückliche Zukunft.


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I was so much younger yesterday.

Wahrscheinlich dachte ich, ich könnte ewig weglaufen. Vor der Vergangenheit, vor der Zukunft, vor den Gedanken die mich aufgefressen hätten. Aber jetzt ist es wieder da, das ganze Jahr zieht an mir vorbei, als wäre es ein Tag gewesen. All die Tränen, all das Grinsen, all das Hüpfen, das neue ich, das eigentlich noch immer so aussieht, wie das Spiegelbild von vor ein paar Monaten. Das Herz schlägt immer noch im gleichen Takt und trotzdem, ist in mir so viel passiert. Ich habe so viel gelernt und erfahren. Über Freundschaft, über Leben, über Glück und über Liebe. Selbstliebe. Manchmal da würde ich gerne einfach auf eine Wiese treten, für ein paar Minuten an einen Ort, an dem man ruhig denken kann, ohne von all den anderen Gefühlen in mir angeschrien zu werden. Manchmal da würde ich mir wünschen, einfach denken zu können, ohne von Erinnerungen bestimmt zu werden, in welche Richtung meine Entscheidung driften sollte. Manchmal, da würde ich auch gerne einfach keine Entscheidungen treffen müs…

Yeah you should be loving someone.

Da hängen tausend Bilder von irgendwelchen Mädchen, ich kenne nicht ihre Namen. Nicht den Grund warum sie in die Kamera lächeln und weiß auch nicht, ob es wirklich ihr Style ist, den sie tragen. Trotzdem hängen die Bilder da, ich mag die Atmosphäre die sie in mein Zimmer bringen, ich mag die Stille, die sie mit sich bringen und die verschiedenen Gefühle, die man erkennen kann. Manchmal, da starre ich stundenlang drauf, nur um zu verstehen, das es da vielleicht noch mehr draußen in der Welt gibt. Vielleicht mehr Menschen, die das anziehen, was ich anziehe. Die das hören, was ich höre. Die aus dem gleichen Grund lachen wie ich und nicht weg sehen, wenn Menschen, andere ausschließen.
Die Regenbogenfarben lassen den ganzen Raum erleuchten, alle Herzen schlagen im gleichen Takt und alle singen eine Zeile. Yeah, you should be loving someone. Ich habe lange gebraucht, um wirklich das große Ganze zu verstehen. Auch wenn ich lange gedacht habe, zu wissen wie ich glücklich sein kann, wie die Welt …

Take me on your dream.

Ich vermisse dich. Und ich weiß, dass du mich auch vermisst. Ich vermisse mich.
Ich vermisse all meine Gedanken, all meine Zweifel, all meine Glückshickser und meine Tränenfluten. Das Ich-Gefühl und den Weg, den ich dann doch nicht gehe. Meine Freunde und das Rausgehen, das draußen herumtollen, wie ein kleines Löwenkind, das zum erstmal Sand unter seinen Pfoten spürt.  All die Wellen, die mich mitreißen und mich zu einem neuen Gefühlshoch katapultieren, die mich in irgendwelche Männerarme spülen und für den winzigen Moment denken lassen, dass er es ist, der meine Welt ändern wird. Und in dem Moment glaube ich es wirklich, aufrichtig, voll und ganz. Glaube an das was zwischen uns passiert, an mich und meine Stärke die Vergangenheit endlich ruhen lassen zu können. Ich vermisse meine Sucht danach, mich verlieben zu wollen und meinen Verstand mit rosa Gefühlen benebeln zu lassen.


Über mir liegt ein Schleier, durch den ich nicht durch komme. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, wann er begonnen…