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Das Denken an sich macht mich schon glücklich.

Einerseits sind wir so oberflächlich geworden, reden nur noch über das Aussehen und die Produkte die man sich zehn mal übereinander in das Gesicht klatschen kann. Andererseits sind wir noch viel tiefgründiger geworden, noch nachdenklicher. Ich dachte immer ich könnte nicht mehr schreiben, ich dachte ich hätte verlernt zu texten. Doch in letzter Zeit weiß ich wieder wie es sich an fühlt den Drang dazu zu haben den ganzen Herzschmerz auf ein einziges Blatt Papier zu pressen.
Ich habe in letzter Zeit so viel Buchstaben und Zeilen produziert, ich habe so viele verschiedene Gedanken gefasst.
Als ich letzte Woche an diesem Hügel stand, diese ganze frische Luft um meine Nase gestürmt ist. Ja da dachte ich wieder das alles so weit weg ist, dass ich einfach als denkender Mensch geboren wurde. Wahrscheinlich kann ich nicht einen Tag ohne einen Block und Stift auskommen. Es mag komisch klingen, seltsam. Für andere Leute gibt es wichtigere Dinge. Ich liebe Orte die leise sind, an denen es eine Menge an Frischer Luft gibt. Orte die mir vorkommen als wäre ich Lichtjahre von den Problemen zu Hause entfernt. Und dann würde ich schreiben, bis mir die Finger bluten und träumen, bis ich keinen einzigen klaren Gedanken fassen mehr könnte.
Kann das nur ein Mensch da draußen verstehen?
Malen wir uns unsere Welt bunt. Schreiben uns die perfekten Geschichten. Schreiben uns Herzschlaglieder für ein Happy End. Seien wir kreativ für das Neue, Gute, für die glückliche Zukunft.


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