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Flow

Ich laufe durch meine Welt. Mit offenen Augen. Geraden Schultern. Einem zurückhaltendem Lächeln.
Mein Gedankenkarusell hat Pause. Denn es könnte all das, was im Moment angeflogen kommt, nicht verkraften. Nicht verarbeiten und in winzige Lösungen wandeln.
Also ist Ruhe eingekehrt. Ich atme ganz langsam. Meine Hände haben aufgehört zu zittern. Meine Beine bewegen sich wie von selbst. Ich muss mir keinen Kopf machen, kann mich voll und ganz auf mich verlassen.
Keiner will es verstehen, und ehrlicherweise verstehe ich es selbst nicht. Mir geht es gerade gut. Ich kann mich nicht beschweren. Meine Antwort ist diesmal ehrlich gemeint.
Ich habe wahrscheinlich endlich gelernt mit Notfällen und Aussetzern zurecht zu kommen. Gelernt verlassen zu werden und mit der Einsamkeit fertig zu werden. Denn was anderes kommt auch nicht in Frage.


Also laufe ich durch die Welt. Mit offenen Augen. Geraden Schultern. Einem zurückhaltendem Lächeln.
Es ist selbstverständlich, zur Normalität geworden.
Die langen Gänge, die mir eigentlich Angst einjagen sollten, fühlen sich vertraut an. Meine Orientierung ist auf der Höchstleistung angelangt. Ich bin ruhig, versuche nicht bei dem kleinsten Fehler hektisch zu werden. Denn wenn ich eines in letzter Zeit gelernt habe, dann kommt sowie so alles anders. 
Wir können soviel planen, durchdenken und die absolut beste Strategie entwickeln, wenn nur ein Faktor nicht mitspielen will, dann sind wir aufgeschmissen.
So ist in meine kleine Welt etwas mehr Spontanität eingezogen, etwas mehr frische mit dem Frühling, ein paar mehr Lacher, die mal wieder tief von dem Herzen aufploppen. Ich versuche täglich kleine Steine für meine Welt zu sammeln, damit sie irgendwann zu etwas großem wird, andere empfangen kann, vielleicht sogar zu einem Lächeln überzeugen kann, mitreißen und inspirieren kann.


"Paradise isn’t a place.It’s a feeling."

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