Direkt zum Hauptbereich

I forgot to kiss you.

Die Sonnenstrahlen kitzeln mich endlich wieder an der Nase. Alles leuchtet und strahlt, auch meine Laune. Ich grinse, habe gute Sprüche, fühle mich seit langem sogar einmal wieder ein bisschen so etwas wie selbstbewusst.
Die Pausen wieder an der frischen Luft genießen zu können ist ein Genuss. Es fühlt sich fast wie Freiheit an, nicht sosehr nach eingesperrt, verbannt in eine Welt, in der ich mich nicht wirklich wohlfühle.
Ich entdecke zwei Motocross Räder. Orange und schwarz. Ein kleines Lächeln überzieht meinen Mund, es lässt winzige Glücksstrahlen durch meinen Körper schicken. Allein der Anblick lässt mich träumen. Lässt mich durch die Welt reisen, den Wind spüren und die großen Buchstaben Freiheit sehen.
Zwei Typen biegen um die Ecke. Sichtlich stolz auf ihre Maschinen, auf die Tatsache, dass sie all die Aufmerksamkeit auf sich haben. Vielleicht auch ein bisschen überfordert von der Bühne, auf der sie so plötzlich stehen.
Ich sehe sie mir genauer an. Mein winziges Fantasierädchen fängt an wie wild zu drehen, kleine Wolken zu spinnen auf denen ich die nächsten Tage entspannen kann. Wie können mich solch einfach Dinge so unglaublich faszinieren, in ihren Bann ziehen und meine ganze Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen lassen. Mich schon fast zu einem ganz anderen Menschen werden lassen?
Anscheinend ist das eben so. Ich werde erwachsener, aufmerksamer, fröhlicher und komme mehr aus mir heraus, sobald die kleinen Sonnenstrahlen zwischen der dicken Wolkendecke durchspitzen und den Sommer ankündigen.


"Everything passes. Everything changes. Just do what you think you should do."

Beliebte Posts aus diesem Blog

Everglow - Feenstaub

Packfieber. Das alljährliche Silversterfliehen beginnt, also schnell alles zusammen sammeln was mit wärme- und kuschellaune zutun hat. Die kleinen Glücksschweine sind gekauft, stehen im Weg. Und dann werden alle Urlaubsutensilien rausgesucht, für ihren Einsatz feinsäuberlich aufgereiht. Mir fallen kleine runde Spielplättchen in die Hand, Erinnerungsstützen an eine Zeit, mit der ich soviel verbinde. Nicht aufhören kann daran zu denken. Es kommen bald viele Entscheidungen auf mich zu, ich würde lieber einen anderen Weg gehen, es scheint mir unmöglich ein Kreuz an der richtigen Stelle zusetzten. Ich hoffe auf den versprochenen Feenstaub, der  mich an den richtigen Ort trägt. Vielleicht ist es naiv, aber an Wunder zu glauben ist nicht verboten. Wir hoffen es doch alle insgeheim. Endlich mal an eine Stelle in unserem Leben getragen zu werden ohne viel Murks.  "Liebeskummer ist, als wenn man eine Rippe gebrochen hätte. Niemand bemerkt es, aber es tut höllisch weh, wenn man ...

It's not living, if it's not with you.

Verdammt habe ich lange nicht mehr meine Finger für genau das hier gebraucht. Habe meine kleinen Zahnräder, verbunden mit all den Bildern aus meiner Erinnerung und meiner Fantasie nicht mehr hierfür angeworfen. Meine Welt ist weiter in meinem Kopf entstanden. All die Sandburgen und Traumschlösser sind weiter entstanden, keine Angst. Es sind nur immer weniger Traumprinzen geworden und irgendwann habe ich glaube ich aufgehört, auf den einen zu warten. Nennt man das vielleicht sogar erwachsen werden? Man weiß es nicht. Aber ich vermisse die kleinen rosa Wolken, ich vermisse das interpretieren und nicht akzeptieren wollen, dass es die echte Realität gibt. Ich will kleine Raupen füttern, mit nichtvorhandenen Begebenheiten, damit sie größer und schöner werden, um kleine Schmetterlinge zu werden. Warum liebe ich nur diese kleinen Flattermänner? Sie sind so verdammt schön, man kann sich so wundervoll mit ihnen ablenken, so unfassbar gut mit ihnen alleine sein, mit ihnen die kleinen Hoffnungspl...

About Love - what else?

Sie sagte, es gibt da ganz viele Männer da draußen, die was von mir wollen könnten. Aber sie sagte auch, dass ich sie nicht wollen würde, dass ich Angst hätte, dass ich noch nicht bereit wäre. Sagte sie das? Ich liebe es verliebt zu sein. Liebe es den rosaroten Ball hin und her zu werfen, das kleine Feuerwerk in meinem Bauch zu zünden, mir Luftschlösser mit all meinen Gegenübern zu bauen. Mit ihnen aus zugehen, mit ihnen zu lachen, mit ihnen Zeit zu verbringen, sie meiner Familie vorzustellen, mit ihnen in den Urlaub zu fahren, mit ihnen zusammen zuziehen. Aber all das, nur in meinem Kopf. Denn ich will ihnen nicht zu nah sein, viel mehr, ich will nicht, das sie mir zu nahe kommen. Mein Herz kennen lernen. Ich will ihnen nicht die Macht über mich geben.  Darum verliebe ich mich in Männer und schweige. Küsse lieber Fremde, habe Spaß, tanze in den Lichtern und lache mit dem Falschen. Sie waren alle nicht die falschen, denn in dem Moment, haben sie mich zu strahlen gebr...