Direkt zum Hauptbereich

Mind

Ich habe immer gedacht ich wäre kein Mensch der geeignet dafür ist, hundert Freunde zu haben.
Ich habe immer gedacht ich wäre kein Mensch der geeignet dafür ist, sich in einer Gruppe von Freunden aufzuhalten.
Ich habe immer gedacht ich wäre kein Mensch der geeignet dafür ist, Dinge geschehen zu lassen ohne zu versuchen sie aufzuhalten.





Hundert Freunde. Ich übertreibe gerne. Wenn es auch nur zwanzig sind, sind es mir zu viele. Ich bin einfach kein Mensch für viele Leute um mich herum. Ich bevorzuge eher eine kleine Ansammlung, die dafür bestens über mein Leben, meinen Charakter und meine Schwächen bescheid wissen. Menschen, denen ich vertraue. Die all die Versprechen halten, die sie geben haben. Und ganz wichtig, die wissen, dass ich anderes bin. Weil sie es auch sind.



Ich war nie ein Cliquen Mensch. Ich habe nie verstanden wie das funktioniert, dachte immer, es wäre immer Verrat im Spiel, Eifersucht und böses Blut würde bei jedem Wort fließen. 
Vor zwei Jahren bin ich einfach in das kalte Wasser gesprungen. Denn die Gruppe von Menschen, die mich mit all ihrer Liebe empfangen hat, hatte meiner Meinung nach Werte. All die anderen nicht. Manchmal hatte ich wirklich das Gefühl, wir haben gegen all die anderen gestanden. Wir waren die seltsamen. Wir waren oft diejenigen, die sich selbst ausgeschlossen haben. Wir hatten mehr Spaß. Die besseren Witze. Die außergewöhnlicheren Leute.
Wir alle hatten Träume. Keine die man so dahin sagt, sondern echte, einzigartige. Mittlerweile bin ich abgewichen von meinen Gedanken, eine echte, einzigartige Clique zu haben, ist wirklich ein Geschenk. Man ist nie alleine. Man hat immer einen mit dem man über etwas sprechen kann. 
Doch das Beste ist. Wenn der gleiche Humor an einem Tisch sitzt, dann hat man immer den Tisch, der am lautersten Lacht. Und wer will nicht den lautersten und lustigsten Tisch haben, mit den besten Gesprächen?


Ich war immer diejenige, die gekämpft hat. Ich war immer diejenige die sich stunden lang den Kopf über all das da draußen zerbrochen hat. Ich will nicht sagen, dass ich das nicht mehr mache. Es wäre eine glatte Lüge.
Aber bei manchen Dingen, bei manchen Menschen, mache ich einfach eine Ausnahme. Ich lasse sie ziehen. Ich lasse es zu, ohne noch einmal darum zu kämpfen.
Denn jeder Versuch bringt mich ein Stückchen mehr um. Sticht noch einmal tiefer. Manchmal, da kann man eben nichts ändern. Auch wenn man es so gerne wollte.
Ich höre auf zu hoffen und zu glauben, ich habe es schon so oft getan. Es hat nichts gebracht. Nur noch mehr weh getan. In vielen Dingen bin ich zu naiv. Ich höre jetzt damit auf. Ich habe keine Lust mehr darauf. Ich will und kann nicht mehr. Auch wenn es mir Tränen in die Augen treibt.
Ich lasse Dinge geschehen ohne zu versuchen sie aufzuhalten.

Beliebte Posts aus diesem Blog

I was so much younger yesterday.

Wahrscheinlich dachte ich, ich könnte ewig weglaufen. Vor der Vergangenheit, vor der Zukunft, vor den Gedanken die mich aufgefressen hätten. Aber jetzt ist es wieder da, das ganze Jahr zieht an mir vorbei, als wäre es ein Tag gewesen. All die Tränen, all das Grinsen, all das Hüpfen, das neue ich, das eigentlich noch immer so aussieht, wie das Spiegelbild von vor ein paar Monaten. Das Herz schlägt immer noch im gleichen Takt und trotzdem, ist in mir so viel passiert. Ich habe so viel gelernt und erfahren. Über Freundschaft, über Leben, über Glück und über Liebe. Selbstliebe. Manchmal da würde ich gerne einfach auf eine Wiese treten, für ein paar Minuten an einen Ort, an dem man ruhig denken kann, ohne von all den anderen Gefühlen in mir angeschrien zu werden. Manchmal da würde ich mir wünschen, einfach denken zu können, ohne von Erinnerungen bestimmt zu werden, in welche Richtung meine Entscheidung driften sollte. Manchmal, da würde ich auch gerne einfach keine Entscheidungen treffen müs…

Start again

Ich lese ihre wenigen Worte. Ironisch und mit einem fetten Zwinkern. Und ich lache. Eine kleine Glückswelle schlägt gegen meine Seele und lässt sie für wenige Sekunden aufleuchten. Gerade noch war ich in einen Text vertieft, es ging um Mut, das Selbstbewusstsein  und das Ich-Gefühl. Ich wollte, dass er mich endlich wieder mitreißt in meine Gedankenwelt, in der ich schon so lange nicht mehr war. Viel zu lange habe ich keine Buchstaben aneinander gereiht und daraus meine Regeln, Ereignisse und Kunststücke gebaut. Viel zu lange habe ich mich immer wieder gezwungen über diesen Kerl nachzudenken, zu einem Ergebnis zu kommen und über ihn einen Text zu schrieben der Abschließt. Viel zu lange wollte ich schon einen Text zu dem Ende schreiben. Über all das was in meinen letzten Monaten passiert ist. Aber irgendwie schaffe ich das alles noch nicht, nicht weil ich nicht damit klar komme. Vielleicht einfach deswegen, weil ich niemanden verletzten will, weil ich mir noch nicht über alles sicher bin…

Yeah you should be loving someone.

Da hängen tausend Bilder von irgendwelchen Mädchen, ich kenne nicht ihre Namen. Nicht den Grund warum sie in die Kamera lächeln und weiß auch nicht, ob es wirklich ihr Style ist, den sie tragen. Trotzdem hängen die Bilder da, ich mag die Atmosphäre die sie in mein Zimmer bringen, ich mag die Stille, die sie mit sich bringen und die verschiedenen Gefühle, die man erkennen kann. Manchmal, da starre ich stundenlang drauf, nur um zu verstehen, das es da vielleicht noch mehr draußen in der Welt gibt. Vielleicht mehr Menschen, die das anziehen, was ich anziehe. Die das hören, was ich höre. Die aus dem gleichen Grund lachen wie ich und nicht weg sehen, wenn Menschen, andere ausschließen.
Die Regenbogenfarben lassen den ganzen Raum erleuchten, alle Herzen schlagen im gleichen Takt und alle singen eine Zeile. Yeah, you should be loving someone. Ich habe lange gebraucht, um wirklich das große Ganze zu verstehen. Auch wenn ich lange gedacht habe, zu wissen wie ich glücklich sein kann, wie die Welt …