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Liebesbrief statt Liebeserklärung.

Ich schreibe dir einen Liebesbrief. Ich schreibe dir fünf Seiten in denen ich dich schweben lasse. Ich würde meine Fantasie für dich explodieren lassen.
Aber ich mache dir keine Liebeserklärung. Ich kann das nicht. Meine Lippen können meine Gedanken nicht einfangen, nur meine Hände können das. Meine Fingerspitzen die über die Tasten zum Takt der Musik tanzen, nur mein Daumen und Zeigefinger, die den Stift über das Blatt führen und ihn die tollsten Wörter, die tollsten Sätze auf ein Papier pressen lassen.
Ich schriebe dir einen Liebesbrief. Voller Ehrlichkeit, voller Momente und voller Schmunzeln. Aber ich werde dir keine Liebeserklärung machen.


Ich bin zu ängstlich für ehrliche Wort gegenüber ihm. Normalerweise liebe ich nämlich Aussprachen, ich kann es mit Formulierungen um mich werfen und zusehen wie mein Gegenüber sich windet. Wie er denkt und es in ihm rattert, aber die Schlagfertigkeit nur bei mir zu finden ist.
Normalerweise bin ich bei ihm Schlagfertig, wirklich. Aber nicht in solch einer Situation. Ich ziehe selbst den Schwanz ein, verstecke mich hinter meinem letzten Fünkchen Ironie, hinter den letzten Schauspielerischenfähigkeiten, die eigentlich so gut wie nicht vorhanden sind.
Ich bin mittlerweile gut, im Kopf einziehen, gut im Ducken und gut im Verstecken.
Die Wahrheit kommt an das Licht. Irgendwann. Zu viele Menschen wissen bescheid. ich kann die Gefühle nicht immer kontrollieren. Sieht man, wenn ich seinen Pulli hole und immer verstohlen daran riechen muss. Wenn ich seine Bewegungen genau studiere und nicht weg schauen kann wenn unsere Hände sich berühren. Nicht aufhören kann zu schmunzeln, weil seine Hand auf mir ruht. Nicht aufhören kann zu grinsen, weil er genau die Antwort gegeben hat, die ich hören wollte.

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I was so much younger yesterday.

Wahrscheinlich dachte ich, ich könnte ewig weglaufen. Vor der Vergangenheit, vor der Zukunft, vor den Gedanken die mich aufgefressen hätten. Aber jetzt ist es wieder da, das ganze Jahr zieht an mir vorbei, als wäre es ein Tag gewesen. All die Tränen, all das Grinsen, all das Hüpfen, das neue ich, das eigentlich noch immer so aussieht, wie das Spiegelbild von vor ein paar Monaten. Das Herz schlägt immer noch im gleichen Takt und trotzdem, ist in mir so viel passiert. Ich habe so viel gelernt und erfahren. Über Freundschaft, über Leben, über Glück und über Liebe. Selbstliebe. Manchmal da würde ich gerne einfach auf eine Wiese treten, für ein paar Minuten an einen Ort, an dem man ruhig denken kann, ohne von all den anderen Gefühlen in mir angeschrien zu werden. Manchmal da würde ich mir wünschen, einfach denken zu können, ohne von Erinnerungen bestimmt zu werden, in welche Richtung meine Entscheidung driften sollte. Manchmal, da würde ich auch gerne einfach keine Entscheidungen treffen müs…

Take me on your dream.

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Pretend

Und dann habe ich irgendwann einfach angefangen meinem Herzen etwas vorzuspielen. Einfach weil ich den schmerz nicht mehr spüren wollte, das taubheitsgefühl mich gelähmt hat und ich keinen Atem mehr hatte um Luft zu holen und wieder von neuem anzufangen. Das positive steht mir, ich mag mein Lächeln und meinen Gang. Ich mag das Selbstbewusstsein, das ich habe, wenn er vor mir steht, ich den Kopf leicht in den Nacken lege und wieder mal überlege, wer er ist. Mittlerweile sind so viele Charakter und Gefühle in mir vereint, dass es keine Definition mehr für mich gibt. Keiner kann mehr sagen, was ich bin, mal das und einen Tag danach jemand anderes. So ist das eben, wenn man sich selbst sucht, jede Minute. Doch irgendwann lernt man damit umzugehen. Irgendwann bin ich stehengeblieben und habe meinem rennenden Ich nachgesehen. Habe all den Menschen nachgesehen, die ein Teil von mir haben, all denen ich hinterhergelaufen bin, obwohl ich gar nicht wusste warum eigentlich. Dann sitze ich in dieser…